Sichtbare Lebensformen in einer Wurmkiste

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Sichtbare Lebensformen in einer Wurmkiste

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 13. Juni 2011 09:27

Sichtbare Lebensformen in einer Wurmkiste

Diese Seite soll jedem Wurmfarmbesitzer, ob frisch gebacken oder alt eingesessen, das Leben in einer Wurmkiste und einem Komposter näher bringen. Eine Wurmkiste ist letztendlich nichts anderes als ein Komposter im Kleinformat, wenn man von der Heißrotte einmal absieht. Wir möchten für Sie die gesunde Fauna einer intakten Wurmfarm sichtbar machen und in Wort und Bild erklären.

Der Star einer Wurmfarm ist natürlich der Kompostwurm (Eisenia fetida/ andrei/ und hortensis (auch Dendrobaena genannt), ein Vielfraß unter den Regenwürmern. Aber auch unser Star würde in einer vollen Wurmkiste verhungern, wenn es nicht die unzähligen Kleinstlebewesen gäbe, die als Futtervorbereiter für die Kompostwürmer ihren Dienst versehen. Zu den sichtbaren Kleinstlebewesen in einer Wurmfarm zählen der Springschwanz, die Milbe und die Enchyträe.

Keine Sorge, diese Winzlinge bleiben brav in der Farm, denn dort fühlen sie sich am wohlsten und haben auch einen wichtigen Job zu verrichten. Springschwänze und Milben decken einen weiten Lebensraum ab und sind vielfältig in der Größe, dem Aussehen und dem Lebensraum. Es können, je nach dem was Sie Ihren Würmern füttern, natürlich auch noch Asseln, Steinkriecher, winzige Fliegen oder Mücken in einer Wurmfarm auftauchen.

Sieht man einmal von dem Steinkriecher ab, er frisst unter anderem Würmer, so sind alle andere Tiere als positiv einzustufen. Manchmal bleiben Fliegen und Mücken nicht in der Wurmfarm und so mancher Wurmfarmbesitzer schaut mit Besorgnis auf einzelne fliegende Lebewesen außerhalb der Farm. Wer hat schon gerne Fliegen in seinen vier Wänden? Die Larven der Trauermücke mögen z.B. besonders die Zimmergärtner gar nicht gern. Es gibt aber einfache und schnell wirksame Gegenmaßnahmen.

Um erst einmal die erwünschten, von den sich möglicherweise einstellenden unerwünschten Mitbewohnern einer Wurmfarm unterscheiden zu können, habe ich diese Rubrik verfasst.

In der Regel sind die Wurmfarmen bewohnenden Tiere alle sehr klein und man muss schon genau hinschauen (womöglich mit Hilfe einer Lupe), um sie zu erkennen. Ein Blick in unsere Wurmfarm zeigt uns zwar die eine oder andere Bewegung im Substrat, auch erkennt man kleine Fliegen oder Mücken, aber man kann diese kaum einordnen. Die Größe der Tiere ist im Millimeterbereich angesiedelt und Verwechslungen sind an der Tagesordnung. Bei Fliegen und Mücken kann man als grobes Erkennungsmerkmal die Fühler als Unterscheidungsmerkmal heranziehen; sind diese recht kurz handelt es sich um Fliegen, sind diese lang, handelt es sich um Mücken. Mit diesem Wissen im Vorfeld lässt sich später die Suche nach einer Einordnung und damit auch die Möglichkeiten der Bekämpfung vereinfachen.

In den Bildbeschreibungen auf den folgenden Seiten wird auch der eine oder andere Tipp stehen, der mir selbst beim Umgang mit der Wurmfarm dienlich war.
Jeder nachfolgende Beitrag wird den einen oder anderen weiterführenden Link enthalten, viele verweisen auf Wikipedia. Dort kann sich jeder Interessent grundlegende Informationen anlesen, die den Rahmen dieser Seite sprengen würden.
In der Regel stammen die hier gezeigten Bilder von Personen die eine Wurmfarm besitzen. Die Bilder wurden ohne spezielle Ausrüstung gemacht und können sich somit nicht mit Profibildern messen, wir bitten um Ihr Verständnis. Sollte der eine oder andere Profifotograf Bilder zu diesem Thema haben und mir diese kostenlos zur Verfügung stellen, ich würde mich freuen und bedanke mich schon einmal.

Kiko63505

Ich bedanke mich für die aktive Hilfe und das bereitstellen von Bildmaterial bei allen.

Die Informationen zu diesem PDF Dokument wurden zum Teil aus vielen Internetseiten und eigenen Erfahrungen zusammengetragen und von mir hier zusammengefasst. Es ist jedem gestattet und auch erwünscht, diese Informationen ohne Änderung weiterzugeben.

Copyright by Kiko

Springschwanz (Collembola)
Milbe (Acari)
Enchyträe (Enchytraeus albidus)
Kellerassel (Porcellio scaber)
Taufliege (Drosophilidae)
Dungfliege (Scathophagidae)
Trauermücke (Sciaridae)
Dungmücke(Scatopsidae)
sonstige (Lebensformen in der Wurmfarm.)
Kompostwurm (Eisenia)
Lebensraum und Sinne eines Kompostwurmes
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Springschwanz (Collembola)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 13. Juni 2011 15:50

Springschwanz (Collembola)

Springschwänze dürften in meiner Farm die häufigste sichtbare Population sein. Milben sind sicherlich weit mehr vertreten, aber durch Ihre Größe fallen sie weniger auf. Nicht selten sehe ich mehrere hundert Springschwänze auf einer Ecke Bananenschale mit einer Größe von ca. 3 x 3 cm. Die Springschwänze fallen auf, da diese von der Farbgebung meistens weiß sind und nicht eine Sekunde stillhalten können. Unaufhörlich krabbeln sie umher; dabei spielt es keine Rolle ob denn nun ein anderer Springschwanz oder ein Wurm im Wege ist, jedes Hindernis wird gemeistert.

Die geschätzte Größe der erwachsenen Tiere dürfte bei 2 bis 2,5mm liegen. Als Futtervorbereiter sind die Springschwänze unverzichtbare Mitbewohner in einer Wurmfarm/Kompost. Die Tiere sind harmlos und haben nur das Fressen im Kopf. Zu nasses oder zu trockenes Substrat ist Ihnen zuwider und kann zu einem absterben der Population führen. Ein Überleben außerhalb des Substrates dürfte nur von kurzer Zeit sein, es besteht also kein Grund zur Besorgnis, wenn ein solches Tier mal außerhalb der Farm angetroffen wird. Es ist durchaus möglich, dass man bei der Entnahme von Wurmhumus den einen oder anderen Springschwanz mit entnimmt. Gibt man dann den Wurmhumus zu den Zimmerpflanzen ist es nicht selten, dass man irgendwann auch Springschwänze in dem Pflanzsubstrat sieht.

Viele Pflanzenbesitzer haben oder hatten diese Springschwänze schon in den Pflanztöpfen, die beste Zeit hierfür sind die Wintermonate. Schnell bricht dann Panik aus, was tun? Was richten die vermeintlichen Untiere an? In der Regel: nichts, weder an den Pflanzen noch an der Umgebung. Die Annahme dass die Springschwänze das Wurzelwerk unserer Pflanzen fressen ist weitestgehend falsch, die Springschwänze sind „Totmaterialfresser“, sie fressen also abgestorbene Pflanzenreste. Gibt es natürlich nichts zu fressen für die Springschwänze, so kann es durchaus sein, dass sich diese auch an den feinen Pflanzenwurzeln gütlich tun. Ich selbst habe zu Testzwecken Springschwänze zu meinen Pflanzen gesetzt, bisher ohne negative Ergebnisse. Man muss sie halt ab und an füttern und die Springschwänze dürften dann nützliche Dienste im Blumentopf verrichten. Generell kommen bei mir die abgestorbenen Blätter der Pflanzen auch wieder dahin wo sie herkamen, in den Blumentopf.

Obige Aussage wurde mir auch von Herrn ..... ........, Bodenzoologe an der FU Berlin bestätigt, wofür ich mich hier nochmals herzlichst bedanken möchte. Die Antwort erreichte mich am 05.02.11

Sehr geehrter Herr ....,
Ihre Anfrage ist nun bei mir gelandet. Ich bin Bodenzoologe, Ökologe und Taxonom der Milbengruppe Oribatida.
Ihre links sind nicht geeignet, Ihnen zu sagen, um welche Oribatiden Sie in den Kulturen handelt. Es gibt einige Hundert Arten. Teils werden es auch Raubmilben sein, so wie in den links.
Hornmilben sind meist Humus-Konsumenten oder spezialisierte Pilzmyzel-Fresser. Selten sind Arten räuberisch; es kommt extrem selten zu Schädigungen an lebenden Kultur pflanzen.
Es scheint mir, dass in Ihren Kulturen kleine Nahrungsketten der Streu/Humus-Konsumenten etabliert sind, die eher positiv zu bewerten sind. Collembolen und Milben halten durch ihren Frass die Bakterien- und Pilzpopulationen in Grenzen, was sicherlich den Regenwürmern nutzt.
Verpilzung in Kulturen ist viel kritischer zu bewerten. So sind auch viele weiße Collembolen in Blumentöpfen kein Grund zur Sorge, wenn genügend "Humusfutter" vorhanden ist. Ich weiß, dass manche Hausfrauen solch "Ungeziefer" nicht mögen, obgleich diese eher Nützlinge sind.
Mein Rat ist: lassen sie das Bodenleben seine Arbeit der Humus-Aufbereitung machen. Ein steriler Boden wäre viel bedenklicher.

Mit freundlichen Grüßen,

...... ........



Eine weitere Nachricht erreichte mich am 10.02.11 von Herrn ....... aus dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe.

Liebe ......., lieber Herr ......., lieber Herr ......., lieber ......., kurz: hallo mitanand!

Zuerst das Wichtigste für Herrn ....: Hornmilben (Oribatida) richten schon seit über 300 Mio Jahren keinen Schaden in Blumentöpfen an. Sie sind überwiegend saprophag, dh. sie verzehren abgestorbenes pflanzliches Material, am liebsten mögen sie es, wenn noch eine gewisse Verpilzung dabei ist. Anders gesagt: Oribatiden beeinflussen durch das Abweiden von Pilzen und dadurch Anregung des Pilzwachstums die Zersetzerkette von pflanzlichen Resten positiv.
Definitiv nachgewiesen in Komposthaufen sind (von Schweizer Kollegen) folgende Hornmilbenarten (bzw. Artnamen, siehe unten):

Platynothrus peltifer (C.L.KOCH, 1840)
Oppia sp.
Eupelops cf. similis (BERLESE, 1916)
Scheloribates laevigatus (C.L.KOCH, 1835)
Punctoribates sp.
Minunthozetes semirufus (C.L.KOCH, 1841)

CH, Duebendorf, (6 km östlich von Zürich) in Kompost nachgewiesen

Streit, B., Bühlmann, A., Reutimann, P. (1985): Mite succession in compost communities: Studies with Oribatida, Gamasina and Uropodina. Pedobiologia 28: 1-12.

Ihre Hornmilben, lieber Herr ...., können sie gerne in einem Röhrchen mit ca. 70% Alkohol hier ans Museum in KA schicken. Vielleicht können Sie sogar einen einfachen Berlese-Tullgren-Trichter zusammenzimmern, wie in der Abb. des LINKS von Kollegin Masha Minor. (es geht im Prinzip jeder Trichter, Durchmesser sollte schon so 20 cm sein, 2 mm Kunststoffgaze „Fliegengitter“, darauf die Kompostprobe von oben eine ca 60er Schreibtischlampe (alt, keine Energiesparlampe!); in das Auffanggefäß (gut verschließbares kleines Schnappdeckelgläschen oder durchsichtige Filmdöschen) ein Tropfen Glyzerin, etwas dest. Wasser, am Ende (nach 12 Tagen) bzw. wenns doch unten drin Schimmel geben sollte, 96er Billigalkohol draufgeben; wenn alles nicht zur Hand ein Schnappsgläschen mit Scheibenfrostschutz!).
Soweit erst mal
Herzlicher Grüße aus Karlsruhe
.......



Nicht jeder von uns kann mit Springschwänzen im Blumentopf leben. Auch gibt es bei einer Überpopulation zwingend Gründe die Tierchen zu entfernen. In diesem Fall hilft Wasser, sofern es die Pflanzen vertragen. Hierzu den Topf für eine angemessene Zeit in ein Gefäß mit Wasser tauchen. Die Springschwänze mögen es feucht aber nicht nass, sie kommen also alle an die Oberfläche von wo man sie leicht mit einem Löffel, Sieb oder ähnlichem entfernen kann. Ebenso wenig mögen die Springschwänze Trockenheit, die Alternative zum Tauchbad wäre also ein sehr trockenes Substrat. Sollte das Tauchbad nicht möglich sein, z.B. bei Pflanzen die es trocken mögen, hilft es die Pflanzerde zu erneuern.
Der Tipp ist kostenlos und erfolgt bei Anwendung auf eigene Gefahr.

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… es fehlen noch Bilder von Dir, Dir und Dir… gerne reichen wir noch Tipps, Bilder und Videos nach.

kiko

Weiterführende Infolinks
Wikipedia , Grundlegende Information zu den Springschwänzen

Externe Videos
Eine Wurmkiste und ihre Bewohner/© Wurmbär

Eigene Videos
Springschwänze auf Bananenschale/© Kiko63505

Nachfolgend ein/ige Bilder die von Mitgliedern dieses Forums gemacht wurden,

Urabstimmung bei den Springschwänzen /©Wurmbär

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Springschwänze und Milben auf Bananenschale, alles auf 6 bis 9cm² /©kiko63505

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Milbe (Akari)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 13. Juni 2011 18:56

Milbe (Akari)

Die Milben zählen zu den Spinnentieren, wobei der Weberknecht der nächste Verwandte sein dürfte. Es gibt weltweit kaum einen Lebensbereich der von den Milben nicht erfolgreich erobert wurde, man denke an unsere Betten :lol: . Die Artenvielfalt der Milben ist sehr groß, das betrifft sowohl den Lebensraum als auch Farbe, Größe und das Futter.
Die Milben in einer Wurmfarm/Kompost, es sind die Milben die uns interessieren dürften, zählen zu den Hornmilben. Sie leben in den ersten 30cm der Erdoberfläche und fressen dort abgestorbenes Material. Es sind in diesem Fall also absolut wichtige und nützliche Tiere, da diese den „natürlichen Müll“, abgestorbene Pflanzen usw. entsorgen und die Überreste der „Totmaterialen“ anderen Bewohnern der Streuschicht als Futter zur Verfügung stellen. Dieser Vorgang geht solange bis alles „Futter“ wieder zu Erde wird und somit für Pflanzen wieder verwertbar ist, der Kreislauf beginnt von vorne.
Unter den Milben in der Streuschicht gibt es allerdings auch Milben, die sich an Pflanzenwurzel gütlich tun und es gibt räuberische Milben. All diese Milben, könnten früher oder später, in jeder Wurmfarm auftauchen und jeder Wurmfarmer wird sich Gedanken darüber machen. Aus meiner Sicht ist das allerdings überflüssig, zumindest solange das Gleichgewicht in der Farm nicht gefährdet ist.
In meiner Farm konnte ich bisher 3 oder 4 Milbenarten feststellen, die sich in Form und Farbe deutlich voneinander unterschieden haben.
Da gibt es eine Kugelmilbe, ich würde die Farbgebung auf durchsichtig bis milchig einstufen, auch wenn die Milbe eher weiß aussieht. Die sichtbaren schwarzen Flecken auf dem Panzer kommen aus dem inneren der Milbe, vermutlich handelt es sich hierbei um Verdauungsorgane/produkte. Für mich wirken die Milben wie kleine Golfbälle mit kurzen Beinen. Diese Milbe bewegt sich recht langsam und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Man findet sie oft auf feuchtem und verrottendem Futter, welches sie anscheinend abweiden.
Rote Milben befinden sich ebenfalls im Substrat, ihre Form erinnert mich eher an einen Marienkäfer, man sieht längere Beinchen und auch sich bewegende Fühler. Die Fortbewegung erfolgt schneller als bei den Kugelmilben.
Dann gibt es noch Räuber unter den Milben, vermutlich sind es Raubmilben. Sie sind bernsteinfarbig, haben lange Beine, lange Fühler und die Mundwerkzeuge gleichen Waffen. Diese Milbe ist die schnellste Milbe in meiner Farm. Vermutlich zählen in einer Farm die Milben mit langen Beinen zu den Räubern.

Nachfolgende Textzeilen sind Erfahrungen und Vermutungen meinerseits und müssen nicht wirklich stimmen. Leider habe ich zu den Milben kaum verwertbare Informationen finden können, also lest es und macht euch eure Gedanken zu dem Thema.

Was aber passiert wenn Milben in Blumentöpfen landen, was unweigerlich passieren muss, gibt man „lebenden“ Wurmhumus zu den Pflanzen? Die meisten werden früher oder später eingehen, weil Sie dort kein Futter mehr finden. Andere könnten sich in diesem Fall an den Wurzeln der Pflanzen vergreifen, aber auch hier dürfte keine große Gefahr von den Tieren ausgehen solange das Gleichgewicht durch Überpopulation der Milben nicht gestört ist.
Da der Lebensbereich der Milben der gleiche ist wie bei den Springschwänzen, könnte hier auch der Tipp mit dem Tauchbad oder sehr trockenes Substrat helfen.
Will man schon im Vorfeld das Risiko minimieren, das man sich Wurmfarmbewohner in die Pflanzkübel übersiedelt, könnte man den geernteten Wurmhumus auf einer Pappe dünn ausbreiten und an der Luft abtrocknen lassen.

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kiko

Weiterführende Infolinks
Milben bei Wikipedia
Milben Uni Münster
Milben Beschreibung von Hornmilben
Milben Milbenbeschreibungen
Milben Milbe, das Kraftpaket
Milben Nabu, diesen Bericht sollte man in Ruhe und eher 2 mal lesen.
Milben engl. Seite, das 2te Bild ist eine Milbe in meiner Farmen und ist im Text weiter oben von mir beschrieben.

Externes Bild/er,
Raubmilbe

Eigene Bilder

Externe Videos
Raubmilbe Armer Springschwanz, aber auch das gibt es in einer Wurmfarm
Raubmilbe nochmals

Eigene Videos
Raubmilben einigemal kreuzen Raubmilben das Bild, man achte auf die Geschwindigkeit. /© Kiko63505
Milben Raub- und Kugelmilben unter Würmern. /© Kiko63505
Farmbewohner erst beim nachträglichen bearbeiten des Videos habe ich gesehen das eine Raubmilbe einen Springschwanz erwischt hat. /© Kiko63505
Kugelmilbe von unten krabbelt gemächliche eine Kugelmilbe ins Bild. /© kiko63505
Milbe 1 20fach vergößert Mehr oder weniger gute Aufnahmen von Milben unter einem Mikroskop. /© Kiko63505
Milbe 2 20fach vergößert Mehr oder weniger gute Aufnahmen von Milben unter einem Mikroskop. /© Kiko63505
Milbe 3 20fach vergößert Mehr oder weniger gute Aufnahmen von Milben unter einem Mikroskop. /© Kiko63505

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Nach nur 36 Stunden Liegezeit in der Farm wurde das Paprikastück von Kugelmilben besiedelt.
/© Kiko63505

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Nach weiteren 100 Stunden sieht das Ganze dann so aus. /© Kiko63505

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Bild 1 von Milben aus der Wurmfarm, gemacht mit einem Bildmikroskop/© Kiko63505

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Bild 1 von Milben aus der Wurmfarm, gemacht mit einem Bildmikroskop/© Kiko63505

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Enchyträe (Enchytraeus albidus)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 15. Juni 2011 19:52

Enchyträe (Enchytraeus albidus)

Die Enchyträe ist ein häufig vorkommendes Tierchen in unseren Wurmfarmen. Als enger Verwandter der Würmer unterscheidet sich die Enchyträe durch ihre Farbe, sie ist eher weiß oder milchig, durch ihre Größe, sie ist kleiner als unser Kompostwurm und durch ihre Ernährung. Der Bewegungsablauf der Enchyträe wirkt eher abgehackt oder stoß ähnlich, ständig ist das Vorderteil der Enchyträe auf der Suche nach dem Weg. Das mag daran liegen das sich Enchyträen keine Gänge graben können, so wie Ihre Verwandten die Würmer. Enchyträen sind also auf lockeres Substrat angewiesen. Die Fortpflanzung erfolgt wie bei unseren Würmern, es werden Kokons im Substrat abgelegt und mit Erde/Humus bedeckt.
Enchyträen ziehen eher einen niedrigeren PH- Wert vor, was aber nicht zwingend bedeuten muss dass unser Substrat sauer ist. Die Enchyträe liebt nämlich auch Humus und vermehrt sich darin rasant wenn die Umgebungsverhältnisse stimmen.
Als Futterverwerter im Kompost oder in unseren Wurmfarmen haben die Enchyträen einen hohen Stellenwert. Das Futter selbst besteht aus sich zersetzenden Pflanzen, welches sie samt der daran haftenden Mikroflora in sich saugen. Im Gegensatz zu den Würmern allerdings vermeiden sie mineralische Bodenbestandteile. Das Ausscheidungsprodukt ist somit Moderhumus und kein Wurmhumus.
Die Enchyträe ist auf ein feuchtes Umfeld angewiesen und verendet recht schnell bei Trockenheit, somit dürfte die Enchyträe kaum eine Gefahr für unsere Pflanzen darstellen.

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Enchyträe bei Wikipedia

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Enchyträe im Glas /© Kiko63505
Rushhour bei den Enchyträen /© Kiko63505

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Enchyträen in Hajos Wurmfarm /©Hajo
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Kellerassel (Porcellio scaber)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 15. Juni 2011 21:52

Kellerassel (Porcellio scaber)

Die Kellerassel ist bei der Zersetzung von Totmaterial ebenfalls ein sehr wichtiger Bewohner in der Streuschicht. Sie bevorzugt eine feuchte, aber nicht nasse Umgebung und ist nachtaktiv. Der Lebensraum entspricht also genau dem, den unsere Wurmfarm-/Kompostbewohner bevorzugen. Es gibt kaum eine Ecke im Garten, an dem man die Kellerassel nicht findet, das kann auch auf feuchte und kühle Kellerräume zutreffen. Tagsüber versteckt sich die Kellerassel unter Steinen oder sonstigen Unterkriechmöglichkeiten. Ich selbst habe an verschieden Stellen im Garten Kaminholzscheite verteilt, wenn es unter den Scheiten schön feucht ist, finden sich in kürzester Zeit viele Kellerasseln ein. So ganz nebenbei dient das Holz als Futter. Auch wenn der erste Blick unter eines der Scheite ein durchaus mögliches Schaudern beim Betrachter erzeugt, so sind diese Tiere doch äußerst interessant und harmlos.
Eigentlich dürfte die Kellerassel in keiner Wurmfarm fehlen, denn genau an diesem Ort verrichtet sie, neben Wurm & Co., eine wichtige Zersetzungsleistung. Wer sich also traut, einen solchen Wurmfarmbewohner zu beherbergen, in meiner Farm sind einige davon, geht in den Garten und holt sich einige Exemplare.
An lebenden Pflanzen vergreift sich die Kellerassel eigentlich nicht, vorausgesetzt dass genug Futter da ist, das trifft aber auf alle Bewohner der Streuschicht zu.

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Kiko

Weiterführende Infolinks
Kellerassel bei Wikipedia
Kellerassel bei Tierdoku
Kellerassel Uni Münster mit schönen Bildaufnahmen und recht interessanten Texten zum Boden, einfach mal die Startseite aufrufen.
Kellerassel im Schädlingslexikon

Externe Videos
Kellerassel sehr schönes Video.
kellerassel beim abwerfen des alten Panzers.

Eigene Videos
Kellerassel ein ruhiger Vertreter in der Wurmfarm /© Kiko63505


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Kellerassel aus meiner Farm, diese fühlt sich dort sichtlich wohl. /©Kiko

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Kellerassel, ein Bild aus der Wurmfarm von Hajo. /©Hajo
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Taufliege (Drosophilidae)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 17. Juni 2011 05:22

Taufliege (Drosophilidae)

Die Taufliege, besser bekannt als Fruchtfliege, Obstfliege oder Essigfliege, kann unter Umständen ein ungebetener Gast in unseren Wurmfarmen sein. Die Fliegen sind harmlos aber lästig, die Larven der Taufliegen hingegen sind in einer Wurmfarm als gut anzusehen, helfen sie doch beim zersetzen des Wurmfutters.

Will man allerdings von den Taufliegen nicht genervt werden, ist es besser wenn man keine Taufliegen in der Farm hat.
Taufliegen werden magisch von Obst angezogen, noch größer ist die Anziehungskraft wenn das Obst anfängt zu verrotten. Süße Getränkereste und Weine werden ebenfalls bevorzugt, im Prinzip eigentlich alles was beim zersetzen anfängt zu gären. Findet eine Taufliege einen Weg zum Obst, so wird sie ihn nutzen und das Obst anzapfen. Bei diesem Vorgang werden Hefepilze und Bakterien übertragen, welche den Zersetzungsprozess beim Obst beschleunigt. Die Taufliege erreicht eine Größe von 2 bis 6mm, ist also recht klein und kann somit leicht übersehen werden. Die Gefahr dass man sich Taufliegen einhandelt besteht das ganze Jahr über, denn in unseren Wohnungen können Taufliegen gut überwintern.

Obstreste, die im Komposter oder in einer Wurmfarm entsorgt werden sollen, sollten alsbald vor Fliegenbefall geschützt werden, hierzu sollte man diese etwas abdecken oder mit Substrat bedecken.

Bringt man auch nur ein Stück Obst in die Farm, auf welchem eine Taufliege ihre Eier abgelegt hat, so kann man nach 14 Tagen mit ca. 200 Taufliegen rechnen. Kommen von den 200 Taufliegen nochmals nur 20 Taufliegen zur Eiablage…auweia.

Was tun wenn die Farm mit den Plagegeistern infiziert ist?
Ich selbst hatte bisher das Vergnügen mit den Taufliegen nicht, kann also nur das weitergeben was ich so gelesen habe. Im Handel gibt es sogenannte Fruchtfliegenfallen. Recht fängig soll auch ein Gemisch aus Wasser, ein wenig Apfelsaft (am besten frischen) oder Essig und einem Tropfen Spülmittel sein. Das Spülmittel nimmt dem Wasser die Oberflächenspannung und die Fliegen saufen regelrecht ab. Das Gemisch kann man innerhalb der Farm als auch außerhalb verwenden. In der Farm bitte so anbringen dass kein Wurm Zugang findet, er könnte das gleiche Schicksal wie die Fliegen erleiden.
Interessant ist der nächste Tipp, aber den habe ich noch nicht testen können. Man nehme, fängt so nicht fast jedes Kochbuch an? Man nehme, eine kleine Getränkeflasche aus Plastik, schneidet diese im oberen Drittel mit einer Schere ab. In den Deckel der Flasche bohrt man ein kleines Löchlein und steckt das obere Drittel mit dem Schraubverschluss nach unten in den unteren Teil der Flasche. Beide Teile werden mit Klebeband fixiert, jedoch sollte man vorher den Fliegenköder einbringen. Das ganze sieht dann aus wie ein Trichter. Als Köder kann man die Apfelsaftvariante nehmen, es soll aber auch mit zerdrückten Bananen recht gut gehen.

Über den Einsatz von Gelbfallen habe ich nichts finden können, es spricht aber nichts dagegen diese Fallen zu testen.
Es ist Wichtig beim Einsatz von Gelbfallen das diese keine Gifte enthalten, lest also das Sicherheitsdatenblatt wenn Ihr euch nicht sicher seid.

Ich schlage vor, man testet bei Bedarf selbst was am besten funktioniert, Rückmeldungen über Erfolg oder Misserfolg bitte im Forum bekanntgeben.

Merke: Fliegen haben kurze Fühler!

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Weiterführende Infolinks
Taufliege Wikipedia
Taufliege Schädlingsbekämpfung
Taufliege Insektengalerie
Gelbfalle Testergebnisse zu den Gelbfallen, bitte erst lesen.

Externe Videos (nicht vorhanden)

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Dungfliege (Scathophaga stercoraria)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 17. Juni 2011 05:39

Dungfliege (Scathophaga stercoraria)

Auch gelbe Dungfliege oder gemeine Kotfliege genannt, kann zwar in einer Wurmfarm vorkommen, ich halte es aber für fast ausgeschlossen.
Für die Fortpflanzung der Fliegen werden frische Kuhfladen bevorzugt und wer hat schon eine Kuh in seiner Wurmfarm :lol:.
Sollte irgendwann beim öffnen eurer Farm ähnliches zu sehen sein wie auf dem Video, so habt Ihr nicht nur Sch... in der Farm sondern auch eine Menge Sch... am Hals . Bei dem Video handelt es sich allerdings um Schmeißfliegen (Calliphoridae).

Ich wollte die Dungfliege hier nur erwähnen ohne dass ich auf diese näher eingehen möchte, es sei denn es gibt einen Wurmfarmbesitzer mit einem Dungfliegenproblem.

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Trauermücke (Sciaridae)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 17. Juni 2011 20:08

Trauermücke (Sciaridae)

Die Trauermücke ist ein häufiger Vertreter in unseren Wurmfarmen und zählt zu den lästigen Mücken in unserer Umgebung. Die Trauermücke erreicht eine Größe von 5 bis 7mm, ist dunkel gefärbt und man kann sie in einer Wurmfarm schnell mit einer Taufliege verwechseln. Feuchte Biotope, Blumentöpfe, Komposter und Wurmfarmen bieten den Trauermücken die besten Brutplätze, wen wundert es da dass sich Trauermücken in unseren Wurmfarmen wohlfühlen.

Schnell hat ein Weibchen in einer Wurmfarm Zugang gefunden und legt mal eben ca. 200 Eier ins feuchte Substrat. Nach gut einer Woche schlüpfen dann die Larven, wobei die Larven in der Farm, als auch in der Natur, sehr wertvoll für die Zersetzungsarbeiten sind. In unseren Wäldern zählen die Trauermückenlarven zu den wichtigsten laubzersetzenden Organismen. In der Nahrungskette stellen diese Larven ebenfalls ein wichtiges Glied da, sie dienen Räubern als Futter und Ihre Ausscheidungen dienen als Futter für die Organismen.

Ebenfalls dienen den Trauermücken unsere Blumentöpfe als willkommene Substratfläche für die Eiablage, hier finden sie optimale Bedingungen, nämlich ausreichende Feuchtigkeit. Da es in unseren Blumentöpfen aber kaum Futter für die Larven der Trauermücken gibt, fressen diese die Pflanzenwurzeln. Ein starker Befall von den Larven kann zum absterben unserer Pflanzen führen.

Einen 100%igen Schutz für unsere Pflanzen gibt es nicht, man kann lediglich Maßnahmen ergreifen um den Trauermücken das Leben schwer zu machen. Besondere Aufmerksamkeit sollte man dem befeuchten der Pflanzen widmen, hier kann man recht gut auf das Vorhandensein der Trauermücken einwirken.

Alle mir bekannten Maßnahmen sind vom Aufwand her nicht gerechtfertigt, ab und an einen aufmerksamen Blick zu den Pflanzen und in die Wurmfarm sollte die beste Vorwarnmethode sein. Gelegentlich sollte man eine Gelbtafel in der Nähe des Pflanzsubstrates oder recht dicht über dem Wurmhumus in der Farm platzieren, hier kann man recht schnell erkennen ob eine Gegenmaßnahme eingeleitet werden muss. In der Regel reichen die Gelbtafeln aus, um der Lage Herr zu werden, mit jeder gefangenen Mücke reduziert sich die Eiablage und somit das Risiko der Ausbreitung der Trauermücken. Die Gelbtafeln fangen allerdings nur die Mücken und nicht deren Larven.

Einem starken Befall von Trauermückenlarven kann man mit Nematoden der Art Steinernema feltiae begegnen, es handelt sich hierbei um Fadenwürmer die in die Larven eindringen und diese dadurch töten. Die Nematoden sind weder für uns Menschen, die Pflanzen noch für die Wurmfarmbewohner gefährlich und können bedenkenlos eingesetzt werden. Die Nematoden kann man über das Internet oder den Handel beziehen.

Ist eine Wurmfarm erst einmal richtig eingefahren, so dürften sich auch Raubmilben in der Farm eingefunden haben. Raubmilben ernähren sich unter anderem auch von den Mückenlarven und mit ein wenig Glück stellt sich alsbald ein Gleichgewicht ein. In meiner Farm befinden sich Trauermücken und Raubmilben, wobei ich keine deutliche Vermehrung der Trauermücken feststellen kann. In meinem Fall sehe ich derzeit keinerlei Handlungsbedarf und behalte die Sache lediglich im Auge.

Es ist Wichtig beim Einsatz von Gelbfallen, daß diese keine Gifte enthalten, lest also das Sicherheitsdatenblatt wenn Ihr euch nicht sicher seid. Ich schlage vor man testet bei Bedarf selbst was am besten funktioniert, Rückmeldungen über Erfolg oder Misserfolg bitte im Forum bekanntgeben.

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Dungmücke (Scatopsidae)

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 18. Juni 2011 05:51

Dungmücke (Scatopsidae)

Bei der Dungmücke handelt es sich um eine recht kleine und dunkle Mücke, Sie kann eine Größe von bis zu 5 mm erreichen, wird aber im Mittel nur 1,5 mm groß. Die Dungmücke sticht nicht, kann aber als Vorrats- oder Hygieneschädlinge, bzw. als Lästling angesehen werden, das gilt im Übrigen für viele Mücken und Fliegen. Die Dungmücke lässt sich recht gut an ihren fast transparenten Flügel erkennen. Wie uns der Name schon verrät, lieben diese Mücken den Dung, dort legen sie mit Vorliebe Ihre Eier ab. In Dung, Müll, Tierfutterresten, faulenden Gartenfrüchten und Toiletten kann es ab und an zu einer Massenvermehrung der Dungmücke kommen. Komposthaufen und Wurmfarmen sind also unter bestimmten Umständen ein bevorzugtes Substrat für die Dungmücke. Vorbeugend sollte jeder darauf achten das Fliegen und Mücken keine bevorzugten Brutplätze in unserer Nähe vorfinden, alles was diese Plagegeister anzieht sollte man irgendwie abdecken untergraben oder alsbald in die Tonne geben.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ein Wurmfarmer von diesen Dungmücken heimgesucht. Alles Mögliche hat er zur Vernichtung der Plagegeister unternommen, aber ein richtiger Erfolg wollte sich nicht einstellen. Wirkliche Hilfe hat nur das Trennen von Würmern und Substrat gebracht. Die Würmer wurden in ein Wasserbad verfrachtet, das Substrat entsorgt oder im Garten ausgebracht und die Farm wurde neu gestartet.

Man kann nicht ausschließen dass man sich solche Plagegeister in die Farm holt, aber man kann das Risiko gering halten. Wurmfutter aus dem Komposter, aus dem Garten, oder gar vom Bauern (in meinem Fall Pferdeäpfel) erhöhen das Risiko beträchtlich. Ebenso sollte eine Wurmfarm nicht unangenehm riechen oder gar stinken, zum einen stimmt mit der Farm etwas nicht, zum anderen lockt dieser Geruch die Plagegeister regelrecht an.

Unangenehmer Geruch in der Farm ist immer ein Alarmsignal und man sollte der Sache nachgehen.

Ein verlässliches Mittel zur Bekämpfung von Dungmücken, welches auch noch für die restlichen Farmbewohner unschädlich ist, ist mir derzeit nicht bekannt. Gelbfallen werden zwar erwähnt aber eine Endgültige Lösung scheinen diese auch nicht zu bieten.

Nachfolgend ein Text den ich kopiert habe:

“Die Mücken selbst lassen sich mit Kontaktinsektiziden (z. B. Pyrethroiden) bekämpfen. Außerdem können sog. Gelbfallen und Insektenstrips eingesetzt werden, die das Kontaktinsektizid Dichlorvos in die Raumluft abgeben. Die alleinige Bekämpfung der Imagines führt allerdings nicht zur Lösung des Problems. Dies kann erst dann erreicht werden, wenn die Brutplätze der Larven ausfindig gemacht und beseitigt werden können.“

Solange nicht sichergestellt ist, dass von den genannten Kontaktgiften keinerlei Gefahr für die Farmbewohner ausgeht, würde ich von diesen Mitteln abraten.

Vor einigen Tagen habe ich in der Dungmückensache eine Anfrage an Neudorff gerichtet, die Antwort möchte ich hier weitergeben.

“Sehr geehrter Herr ....,
vielen Dank für Ihre Anfrage zur Bekämpfung von Dungmücken.
Dungmückenlarven kommen sehr häufig in tierischen Exkrementen und Pflanzenresten vor. Eventuell lassen sich die Larven mit StechmückenFrei* (enthält als Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis Toxine) bekämpfen. Dieser Wirkstoff kann ausschließlich Mückenlarven in feuchten Substraten abtöten, andere Kompostbewohner wie z.B. Würmer oder Collembolen, Asseln usw. werden nicht geschädigt. Auch für Menschen ist das Präparat unbedenklich. Der Wirkstoff wird von den Mückenlarven aufgenommen und greift Teile ihres Verdauungsapparates an. Die Wirkung des Präparates setzt bereits nach wenigen Stunden ein. In der Regel ist nach 24 Stunden der größte Teil der Mückenlarvenpopulation abgestorben. Die Wirkung von StechmückenFrei hält bis zu 4 Wochen an. Das Mittel wird auch in Gartenteichen eingesetzt, zur Bekämpfung von Stechmückenlarven. Allerdings haben wir noch keine Erfahrung damit gemacht in Bezug auf die Wirksamkeit bei Dungmückenlarven. Im Erwerbsgartenbau wird der Wirkstoff erfolgreich seit vielen Jahren auch gegen Trauermückenlarven in Substraten eingesetzt. Gegen Trauermückenlarven in der Erde wird das Mittel folgendermaßen dosiert: 5 ml in 1 bis 2 Liter Gießwasser pro 1 qm Substratoberfläche. Der Einsatz draußen ist erst wieder bei wärmeren Temperaturen möglich (ab April).
* Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.


Über den Einsatz der obigen Mittel sollte jetzt jeder selbst entscheiden.

Wie schon bei den Trauermücken erwähnt, ich habe seit Monaten Mücken und Fliegen in meiner Farm, eine deutliche Vermehrung kann ich nicht feststellen. Ebenso befinden sich zahlreiche Larven in meiner Farm, aber bei weitem nicht so viele wie es sein müsste. Ich setze noch immer auf ein natürliches Gleichgewicht, welches aus Jäger und gejagten besteht und sich in der Natur bestens bewährt hat.

Bei Einsatz von Gelbtafeln/Gelbfallen ist es wichtig darauf zu achten, daß diese keine Gifte enthalten. Lest also das Sicherheitsdatenblatt.

Ich schlage vor, man testet bei Bedarf selbst was am besten funktioniert, Rückmeldungen über Erfolg oder Misserfolg bitte im Forum bekanntgeben.

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Sonstige Lebensformen in einer Wurmfarm.

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 18. Juni 2011 17:37

Sonstige Lebensformen in einer Wurmfarm.

Obige, eher knapp zusammengefasste Beiträge, haben uns schon einige Lebensformen in einer Wurmfarm näher gebracht. Erwähnen möchte ich hier noch die unzähligen Mikroorganismen und Pilze, die unserem Auge verborgen bleiben, die aber eine ebenso wichtige Funktion im Zersetzungsprozess inne haben.
Alle Lebensformen arbeiten "Hand in Hand" und ermöglichen so eine optimale Zersetzung der Totmaterialien, wobei das Endprodukt wertvoller Humus ist. Ohne diesen Humus gäbe es keine Pflanzen und ohne Pflanzen...

Wer nun seine Wurmfarm auch mit Futter aus dem Komposter versorgt, wird früher oder später noch andere Lebewesen in seiner Wurmfarm vorfinden. Ein Komposter bietet noch vielen anderen Lebensformen gute bis optimale Bedingungen.
In meiner Farm habe ich schon Nacktschnecken, Ohrwürmer, Steinläufer, Drahtwürmer und Ameisen gefunden. Ob ich mir diese Tierchen nun als Ei oder als Tier eingeschleppt habe ist mir unbekannt, jedenfalls kann ein genauer Blick in eine Wurmfarm immer für eine Überraschung gut sein.

Sollten sich Ameisen im Komposter angesiedelt haben ist dieser zu trocken!

Nicht alle Lebensformen in einer Wurmfarm arbeiten an der Humusproduktion, es finden sich auch Räuber ein. Es ist durchaus möglich, daß der eine oder andere Wurm, meistens dürften es sehr junge Würmer sein, das Opfer eines Räubers wird. Steinläufer z.B. gehören zu den Räubern, sieht man einen so sollte man diesen entfernen und im Garten aussetzen. Ob nun auf dem Speiseplan der Raubmilben auch junge Würmer stehen, ist mir nicht bekannt, ich gehe aber davon aus.

Kiko63505

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Weiterführende Infolinks
Uni Münster Bodentierkartei, hier findet Ihr nochmals 35 Bodenlebewesen mit Beschreibung.


Nachfolgend ein/ige Bilder die von Mitgliedern dieses Forums gemacht wurden:

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Ein Steinläufer aus meinem Komposter, schnell hat man diesen Räuber in die Wurmfarm eingebracht. /© Kiko63505

Bild
Junger Drahtwurm auf der Suche nach einem Unterschlupf. /©Kiko63505

Bild
Junger Drahtwurm in Ruhe- oder Abwehrstellung. Bei Störungen, so musste ich feststellen, rollen sich die Drahtwürmer zusammen. /©Kiko63505
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