Die Wurmboxen von der Raubritterin

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Die Wurmboxen von der Raubritterin

Ungelesener Beitragvon Raubritterin » 2. Oktober 2012 19:21

Servus beisammen,

es gibt doch nichts schöneres als mal in fremde Wurmheimaten zu gucken.
Deshalb lasse ich Euch heute mal bei mir reinsehen.
Ich habe ganz normale "Euroboxen" ( 40 - 60 cm) aus dem Baumarkt verwendet.
Die unterste flache Box (ca. 11 cm hoch) hat auf der Unterseite keine Löcher, so dass unten nichts rauslaufen kann. Hier soll der Wurmtee reintropfen.
Darüber eine Box mit ca. 20 cm Höhe, in die ich unten viele kleine Löcher mit dem Lötkolben reingeschmolzen habe. Diese Etage ist eigentlich (noch) leer. Manchmal steht dieser Teil auch zuunterst wie auf dem 1. Bild zu sehen.
Darüber die Box mit ca. 30 cm Höhe, in der sich alles abspielt. Oben drauf ist ein dichter Deckel.
k-P1080939.JPG


Meine Würmer habe ich mit einer Kokosdecke abgedeckt, ich glaube das ist ihnen lieber als ohne.
Ach ja, und die Griffe in den Boxen, die habe ich mit Fliegengitter (Heißklebepistole) verschlossen.
k-P1080940.JPG


So sieht es drunter aus:
k-P1080942.JPG


Eigentlich läuft die Sache seit ca. einem Jahr ganz gut. Nur manchmal dann wollen die Würmer scheinbar wandern und sie versuchen nach oben auszubrechen. Da sind dann sogar richtige Winzlinge dabei.
k-P1120119.JPG


Manche quetschen sich dann sogar in den Spalt zum Deckel, so dass er nicht mehr richtig aufliegt.
k-P1120122.JPG

Ich streife sie dann mit den Fingern ab und befördere sie wieder zurück an ihren Arbeitsplatz.

Liebe Grüße von Karin aus München
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Re: Die Wurmboxen von der Raubritterin

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 3. Oktober 2012 07:59

Hallo Raubritterin,

Danke für den Blick auf und in Deine Selbstbauwurmfarm, das sieht alles wunderbar aus. Hast Du schon einen Winterplatz für die Wurmfarm?
Was die Wanderfreude der Würmer angeht, so scheint das ein Problem vieler Wurmfarmer zu sein, den genauen Auslöser hierfür kennt wohl keiner so richtig. Solange Du das aber kontrollieren kannst ist alles in bester Ordnung.
Wie sieht es mit Wurmtee und Wurhumus aus, hast Du da schon was ernten können?

Ich wünsche weiterhin viel Spass und Erfolg mit der Wurmfarm .

Kiko
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Kiko63505
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Re: Die Wurmboxen von der Raubritterin

Ungelesener Beitragvon Raubritterin » 4. Oktober 2012 18:33

Hallo Kiko und Wurmgemeinde,

vor vielen Jahren hatte ich auch schon mal einen normalen schwarzen Kunststoffkomposter (unten offen) auf dem damaligen Balkon stehen. Die Unterlage war nur ein unverrottbares Vlies.
Das hat soweit auch ganz gut funktioniert aber die Wurmwanderungen waren haarsträubend. Es war immer in lauen regnerischen Nächten besonders schlimm. Unmengen an Würmer hingen in dicken Strängen an der Wand. Gut dass es niemand von den Nachbarn mitbekommen hat. Auch in der jetzigen Box habe ich diese Wanderversuche hauptsächlich am Morgen nach lauen Regennächten beobachtet.

Im Winter stehen meine Würmer samt ihrer Kiste auf einem verglasten Balkon. Hier friert es nur bei extremer Kälte. Letzten Winter als es -20 Grad hatte, war die vordere Seite des Inhaltes eingeforen. Hinten zum Wohnzimmerseite hin, war der Inhalt noch weich und es hat den Würmern offensichtlich nicht geschadet. Wobei ich den einen oder anderen Todesfall natürlich nicht ausschließen kann.

Die Humus-Ernte ist recht mühsam. Da suche ich noch nach einer Verbesserung. Ich komme mir dabei vor wie Aschenputtel höchstpersönlich, wenn ich versuche möglichst viele Würmer herauszuklauben. Diese Methode ist sehr zeitraubend und verursacht richtige Rückenschmerzen! Also ich bitte hier dringend um Verbesserungsvorschläge.

Durch das eingebrachte Gemüse und diverse Reste aus meinen Terrarien ist das Substrat recht feucht. Deshalb gebe ich immer wieder mal Wellpappe dazu. Das lieben die Würmer !!! Da sind danach immer ganz viele junge Würmchen drin. Aber es entsteht mit dieser Betriebsweise keine nennenswerte Menge an Wurmtee. Deshalb habe ich das Ganze in diesem Frühjahr mal bewußt mit mehr Feuchtigkeit bedacht. Die entstandene, dunkle Brühe (die in die flache Box durch die Lötkolbenlöcher getropft ist) ist fast geruchlos und die Wirkung auf Zimmerpflanzen ist der absolute Wahnsinn. Irre wie das dann alles wächst !!
Daraufhin habe ich von dieser Flüssigkeit was in eine Schnapsflsche (ehemalig Williamsbirnenschnaps !!) abgefüllt, zugestöpselt und mit ins Büro genommen. Aber das Verschließen war gar nicht gut. Da ist irgendwas fürchterlich verdorben und es hat ein paar Wochen später, bei der Verwendung des Zeugs, gestunken wie in einer Versitzgrube. :o Eine Evakuierung des Gebäudes wäre nicht völlig abwegig gewesen.
Also der Wumtee darf nie luftdicht gelagert werden, offen gelagert passiert dagegen geruchlich nicht viel.

Wurmige Grüße
von Karin
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Re: Die Wurmboxen von der Raubritterin

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 4. Oktober 2012 20:31

Hallo Raubritterin,

ich fange mal hinten an :lol:

Wurmtee ist ein hochwertiger Bakterien Cocktail, welche in gelösten, pfanzenverwertbaren Nährstoffen schwimmen. Die Bakterien selbst sind Sauerstoffabhängig und sterben wenn der Sauerstoff zur neige geht. Das Ergebnis ist eine tote Brühe die regelrecht verfault, das erklärt den fürchterlichen Gestank. Wurmtee optimal aufzuheben, würde bedeuten diesen permanent zu belüften und die Bakterien zu füttern. Am besten man verwendet Wurmtee recht frisch oder man macht ihn sich selbst. Hierzu langt eine Tasse Wurmhumus und Liter lauwarmes (Regen)Wasser. Beides gibt man in ein offenes Gefäß und schüttet es mehrmals um.
Ich selbst habe bisher keinen Wurmtee ernten können, meine Farmen muss ich regelmäßig mit Wasser begießen. Das kann allerdings auch am Futter liegen, denn ich füttere etwas anders als die meisten Wurmfarmer.
Die Wirkung von Wurmtee auf Pflanzen ist in der Tat enorm, das allerdings ist auch der Wurmhumus. Aus diesem Grund bin ich von Wurmtee fast ganz abgekommen.

Die Humusernte ist eigentlich garnichtnicht anstrengend, man muss nur die richtige Einstellung dazu haben :lol: .
Am Anfang habe ich auch mühsam versucht Wurmhumus ohne Würmer zu ernten, das ist wirklich mühsam und geht in den Rücken. Aus Erfahrung weiß ich, dass man so den Wurmhumus niemals Wurmfrei bekommt und sei es das man das eine oder andere Wurmei übersieht. Heute schaufele ich eine gute Portion Wurmhumus auf eine Seite inerhalb der Farm und lasse diese einige Wochen ohne Futter liegen. Nach Möglichkeit wird dieser Teil nicht bewässert und wöchentlich einmal mit den Händen umgeschaufelt. Dann kommt alles zu den Pflanzen... meine Pflanzen allerdings sind mittlerweile nicht mehr Wurmfrei sondern es sind kleine Wurmfarmen. Mittlerweile hat sich die Familie an unsere Zimmermitbewohner gewöhnt und es gehört zum Alltag. Die Würmer bleiben in den Blumentöpfen und werden regelmässig gefüttert.

Kälte schadet den Würmern nicht wirklich, lediglich Frost, der das Substrat zusammenfrieren lässt ist tötlich für die Würmer. In Deinem Fall würde ich an sehr kalten Tagen, eine Flasche mit heißem Wasser in die Farm stellen, nach Möglichkeit an die kälteste Stelle. Das belebt die Farm und die Würrmer freuen sich darüber.

Die Wurmwanderung kann ich nicht wirklich erklären, allerdings habe ich auch keine Wurmwanderung. Selbst im Winter, wenn ich einige Plastikeimer mit Würmern im Heizungskeller stehen habe, gibt es keine Wurmwanderung.
Mögliche Ursachen allerdings kann Wärme sein, kann Sauerstoffmangel sein, kann an einer Überbevölkerung liegen oder am Futter. Meine Erfahrung sagt mir, dass es sehr oft am Futter liegt, in diesem Fall meine ich wurmverwertbares Futter. Also Futter was die Würmer sofort fressen(schlürfen) können.

viel Spass weiterhin mit den Würmern
in bester Absicht, euer Kiko63505

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