Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon holzgaser » 23. Oktober 2011 21:05

Servus!

Ich möchte mir auch eine Wurmfarm in dieser Ausführung bauen und bin am überlegen wie groß das ganze werden soll und wo die Wurmfarm aufgestellt werden kann.
Eine Frage zur Wurmfarm:

Wie hoch ist die Umsetzungsrate je m² Wurmfarmoberfläche?

Sind die Würmer bei ca 18° C noch aktiv bei der Wurmhumusproduktion?

Was sage da die Profis?

Gruß holzgaser
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon hajo » 23. Oktober 2011 22:00

Hallo holzgaser!

Meine Ebenen haben die Abmessung von 66 x 66 cm (bedingt durch 2m- Dielenbretter aus dem Baumarkt). Ich wollte beim Bau meiner Farm gleich "Nägel mit Köpfen" machen... :lol: Höhe : ca 190mm. Damit komme ich auf einen Inhalt je nach Füllhöhe von bis zu 73 Litern. Da bei meiner derzeitigen Ebene 1 fast alles voll ist, im Substrat aber noch einiges an Luft vorhanden ist, liegt das geschätzte Gewicht derselben bei ca. 45 - 50 kg. Merke ich beim Abheben der Ebene ganz schön... :lol: Um beim Warten der Farm nicht auf einen Kran angewiesen zu sein, würde ich mir die nächste Farm mit einer Kantenlänge der Ebenen von ca 50 cm bauen. Da wird das Füllgewicht dann wesentlich weniger. Die Umsetzrate der fleißgen Würmer hängt von vielen Faktoren ab: Temperatur, ph-Wert, Futterzusammensetzung und -menge, Vorbehandlung des Futters, Einbringen von Zusatzstoffen (z.B. Mineralmix o. ä.), Größe der Farm, Feuchtigkeit, Besiedlung mit "vorarbeitenden" Lebewesen: Springschwänze, Milben, Enchyträen usw.usw. Mit diesen Faktoren, die ja für jede Wurmfarm eine andere ist, ändern sich auch die Bedingungen für die Würmer. Eine generelle "Umsatzrate" anzugeben, ist aus diesen Gründen einfach nicht möglich. Es kommt nun für uns "Laien" darauf an, mittels "Versuch und Irrtrum" genau die Faktorenzusammensetzung zu finden, die für genau die eine Farm die optimale ist. Mit Informationen aus dem Internet und ein wenig "gesunden" Menschenverstand kann man nun "seine" Farm auf Optimum trimmen. Ausserdem kommt noch dazu, wieviel Arbeitszeit man dann da hineinzustecken bereit ist. Am Anfang wird diese noch recht hoch sein, bei einer "eingefahrenen" Farm und der dann gesammelten Erfahrung reduziert sich diese dann doch um einiges. Nicht umsonst haben die "Wurmhumuserzeuger" damit eine Vollzeitbeschäftigung! Zu den "Arbeitstemperaturen" unserer Helfer kann man etwa sagen, daß der optimale Bereich so zwischen 15°C und 25°C liegt. Höhere Temperaturen als 30°C sollten tunlichst vermieden werden, sonst heißt es so schön: "Noch einmal bitte". Das gleiche gilt dann aber auch für den Bereich, wo Wasser zu Eis wird: unter 0°C. Das mögen die Würmchen gar nicht und geben ihren "Löffel" ab.Sollte es vorher aber zu einer "Eiablage" (sprich zu Kokons) gekommen sein, dann wird sich nach einiger Zeit bei "normalen" Temperaturen wieder ein Wurmbesatz feststellen lassen. Wie die Einhaltung dieser Temperaturspanne bewerkstelligt wird, hängt nun ganz von den örtlichen Gegebenheiten ab, und muß individuell geregelt werden. Haste einen gut geheizten Keller, wo noch ein wenig Platz zum Aufstellen der Farm ist, biste aus diesem Schlamassel fein raus.. Bei Aufstellung im Wohnbereich hängt dies von Freigabe von Frauchen an :lol: :lol: , ausserdem steht dann das Problem der "wohnlichmachung" der Farm an. Eventuell auftretende "kleine" Geruchsbelästigungen führen dann schnell zu einem schiefhängenden Haussegen... :lol: . Du siehst, es gibt eine ganze Menge zu überlegen. Solltest Du aber die Absicht haben, dich "großindustriell" an eine solche Farm zu wagen, dann werden die Problemchen noch um einiges größer: Was ist wenn meine Würmchen das zeitliche durch "Bedienfehler" segnen, wo kriege ich den Platz und das Futter her usw.uns. Auf Fragen kann man hier durch die individuellen Erfahrungen, die jeder gemacht hat, mehr oder weniger gut antworten, hat doch jeder andere Voraussetzungen. Um noch mal auf die Frage der Umsetzungsrate zurückzukommen: wie hoch soll die denn bei Dir sein, bzw. wieviel Wurmhumus möchtest Du den pro Jahr denn ernten?
Gruß Hajo
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 24. Oktober 2011 06:09

Moin Holzgaser,

Hajo hat ja schon alle Fragen sehr gut beantwortet, ich kann mich da nur anschließen.
Im Mittel kann man das halbe Wurmgewicht für die tägliche Wurmhumusernte rechnen, das kann je nach Wurmart 0,4 bis 0,8 Gramm sein. Beeinflusst wird das alles von Faktoren, die Hajo ja schon aufgezählt hat.
Die Größe einer Wurmfarm ist abhängig vom Platz und den Wünschen des Wurmfarmers, geeignet sind fast alle Materialien, lediglich die Luftzufuhr muss gewährleistet sein, unbehandeltes Holz wäre allerdings vorzuziehen.
18°C sind noch eine gute Temperatur für die Würmer, der Umsatz bei dieser Temperatur ist noch recht gut.
Vielleicht gibst Du uns noch einige Infos zu dem Vorhaben.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon hajo » 24. Oktober 2011 12:10

Hallo Ihr beiden!
Ich muß zu meinem Beitrag von gestern abend noch eine Bemerkung machen. Für jemanden, der sich zu ersten mal mit dieser Thematik befasst, mag mein Beitrag vielleicht etwas abschreckend wirken: so viele Dinge, die ich beachten muß, dazu noch der Zeitaufwand, die ganzen Informationen, die ich mir besorgen muß,.... usw.usw. :lol: Nun, man sollte sich allerdings, bevor man aktiv wird, einige Gedanken dazu machen. Was will ich damit erreichen? Sind die örtlichen Gegebenheiten ausreichend? Habe ich die Zeit dafür? Wieviel Euronen will oder kann ich investieren? Mit den erhaltenen Antworten kann man sich dann an die Arbeit machen. Bei mir war es so, daß ich irgendwann Anfang 2010 im Internet über den Begriff "Wurmhumus" gestolpert bin. Interessant, interessant ! Nun begann eine Phase des Informierens, Lesens der im Internet verfügbaren Wissens. Da ich eigentlich auch nicht hunderte von Euronen investieren wollte, mir die Kosten der angebotenen Wurmfarmen aber zu hoch waren, blieb nur noch der Selbstbau. Nun kann man ja nützliche Infomationen aus den Netz etwas abwandeln und für sich anwenden. Also: mehrere Etagen, Holz, was sich gut verarbeiten lässt und wo ich auch die nötigen Werkzeuge im Schrank habe. Drahtgitter für den Boden gibt's im Baumarkt, den Kleinkram, wie Schrauben u. a. ebenfalls. Gedacht, getan. Ein Wochenende, und 3 Etagen plus Unterbau waren fertig. Nun galt es nur noch, die "Wurmherberge" mit Leben zu erfüllen. Auch da waren mir die Angebote etwas zu teuer, der Ausweg lag aber auf der Hand: in meinem Garten standen die damals noch nicht ausgesiebten Komposthaufen. Da müssten doch eigentlich Würmer zu finden sein, dachte ich mir. Also habe ich mich mit einer kleinen Schaufel, einem Unkrautkratzer mit langen Zinken bewaffnet, und dann dem Komposthaufen einen "Besuch" abgestattet. Ergebnis: ca. 50 Regenwürmer, von denen ich damals noch nicht wusste, daß es da verschiedene Arten gibt. Diese Würmchen wurden dann mitsamt 2 oder 3 Schaufelchen halbzersetzem Kompostmaterial in meine Wurmfarm verfrachtet. Der Haufen, der dann in der Ebene zu finden war, sah zu diesem Zeitpunkt sehr kläglich aus: Durchmesser ca 20 - 25cm, Höhe 10 cm. So, nun haste angefangen, sieh zu, wie es weitergeht! In den nächsten Tagen habe ich dann, und das geht fast jedem Anfänger so, nachgeschaut, geht's denn den Würmlis noch gut? Ja, sie lebten noch, aber der Haufen blieb äußerlich fast unverändert. Das dann zugegebene Futter in Form von etwas zerkleinerten Blattmaterial aus dem Garten blieb auch relativ unverändert. Was ist hier los? Nun, heut weiß ich, daß die Menge der dort lebenden Würmchen für einen schnellen Umsatz viel zu gering war. Aus dem Bauch heraus tat ich damals genau das Richtige: Komposthaufen noch mal kontaktieren und Heraussammeln an Würmern, was ich finden konnte. Da kamen dann nochmal 100 bis 150 Würmer zusammen. Und siehe da, in den nächsten Wochen tat sich etwas. Zugegebenes Futter aus dem Garten und dem Haushalt wurden von den mit dem Kompostmaterial eingebrachten Kleingetier besiedelt und verarbeitet. Der da schon etwas größere Haufen begann zu schrumpfen. Dieser beschriebene Vorgang zog sich damals so über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen hin. Mit Mit einem Startbesatz von 1000 oder 2000 Würmern wäre das natürlich wesentlich schneller gegangen, nun, ich hatte ja Zeit, die Natur hat diese sowieso! Mit regelmäßig zugebenen Futter war dann bald die erste Ebene bedeckt und ich konnte zusehen, wie mit dem Vergrößern der Wurmpopulation sich auch der Umsatz vergrößerte. Paralle dazu ging ein weiteres Informieren und Lernen. Du siehst, daß der Beginn einer "Wurmzucht", sei es zum Gewinnen von Wurmhumus oder zur Züchtung von Angelwürmern, gar nicht so schwer ist. Selbst bei diesen beiden Varianten sind schon Unterschiede zu beachten. Ich kann Dir nur empfehlen, informiere Dich soweit wie möglich, werde Dir klar, was Du erreichen möchtest, dann werden sich mit Sicherheit viele Fragen ergeben. Viele wirst Du mit dem gesammelten Wissen selbst beantworten können, ist das nicht möglich, hier im Forum stellen, die Antwort mit den Erfahrungen von anderen "Würmchenzüchtern" wird nicht lange auf sich warten lassen. In die Sinne: Packe es an, Deine Blumen oder die Pflanzen in Deinem Garten oder der Wohnung werden es Dir danken!

Gruß Hajo
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon hajo » 15. Februar 2012 13:15

Hallo, die ganze Gemeinde!

Meine Würmchen und auch Ich leben noch!
Wir sind weder eingefroren, noch verdurstet und auch nicht verhungert!
Alle neuen Mitglieder dieses Forums möchte ich hiermit recht herzlich begrüßen, ich hab' mich in den letzten Wochen doch recht rar gemacht. Werd' mich in Zukunft wieder etwas öfter melden, das wird den Kiko warscheinlich sehr erfreuen!
Nun aber zu meiner Wurmfarm. Die hat die letzten 8 Wochen ohne Futter und Betreuung sehr gut überstanden. Vor Weihnachten hatte ich mein Gewächshaus eingeräumt: viele Blumen von Frauchen wurden eingelagert, viel Platz war da nicht mehr. In den Wochen davor hatte ich recht reichlich gefüttert, so daß die oberste Ebene rappelvoll mit Futter war. Die Temperaturen lagen da ja noch im erträglichen Bereich. Als es aber saukalt zu werden drohte, musste ich allés frostfest machen: doppelte Lage Noppenfolie ins Innere des Gewächshauses, ausserdem untenrum 50mm Styropor-Platte zur Isolierung, dazu dann die Heizung zum Halten der Temperatur auf +1°C, wie im letzten Winter.
Als es dann richtig kalt wurde, hab ich nur ab und zu nachgesehen, ob denn die Temperatur noch über 0 Grad liegt, das war die letzten Wochen alles! Keine Fütterung, keine Kontrolle der Farm. ich sagte mir, solange kein Frost im Gewächshaus ist, sind meine Helferlein nicht in Gefahr. Heute hab' ich nun mal nachgesehen, was denn nun aus meiner Farm geworden ist.
Nun, die letzten Wochen sind so vorbeigegangen, als wenn ich sonst nach 3 Tagen nachsehe! Das unverarbeitete Futter oben ist erheblich weniger geworden, die Füllhöhe damit natürlich auch, meinen Würmchen geht's gut, die sind z.Zt. sowohl in der oberen als auch in der unteren Ebene zu finden. Ich dachte, im Unterbau sind jetzt Mengen an Würmchen zu finden - denkste!
Gleiches Aussehen wie im Sommer nach einem Tag! Ein wenig Wurmhumus, einen halben Becher Wurmtee, 10 - 15 neugierige Würmer, das war alles! Hab heute wieder angefangen zu füttern, die Temperaturen gehen bei mir im Gewächshaus nun wieder etwas nach oben, da ist Nachschub angesagt.
Soweit zum Stand der Dinge bei mir.

An alle nun herzliche Grüße von Hajo
hajo
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 15. Februar 2012 21:03

Hallo Hajo,

Meine Würmchen und auch Ich leben noch!
Wir sind weder eingefroren, noch verdurstet und auch nicht verhungert!


Es freut mich Dich zu lesen und es freut mich das bei euch alles in bester Ordung ist.

Werd' mich in Zukunft wieder etwas öfter melden, das wird den Kiko warscheinlich sehr erfreuen!

versprochen? :lol:

In Sachen Winter und Wurmfarm kann ich Deine Aussage absolut bestätigen. Die Würmer brauchen kaum eine Kontrolle und bei genügend Futter kommt man gut über die kalte Jahreszeit. Meine Farm stand die ganze Zeit im Keller und es herrschten teilweise Temperaturen um 5°C . Der Futterumsatz ist zwar Rückläufig, wurde aber zu keinem Zeitpunkt vollkommen eingestellt.
In meinem Komposter konnte ich noch zu Beginn des neuen Jahres die Würmer aktiv erleben. Die Würmer befanden sich an, oder direkt unter der Oberfläche und das obgleich es vorher doch einige Frostige Nächte gab. Nun sind die Komposter eingefroren und vermutlich haben die meisten Würmer das nicht überlebt. Die Wurmkokons hingegen müssten die Kälte schadlos überstanden haben, das wird sich aber in einigen Wochen erst zeigen.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon hajo » 15. Februar 2012 21:36

Hallo Kiko!
Da ja jetzt die Zeit naht, wo man sich im Garten betätigen sollte, um ein wenig an "Bio-Gemüse" und "Bio-Früchten" im Sommer zu ernten, ist der Einsatz des Wurmhumus reichlich zu empfehlen.
Die Ernte dieses "Düngers" steht bei mir als "schwarzes Gold" der Ebene1 bei steigenden Temperaturen bald an. Dazu muss ich aber in den nächsten Wochen meine Judels und Mängs aus Ebene1 veranlassen, aus derselben in vertikaler Richtung aufwärts in Ebene2 zu wandern. Während vor der Winterpause unten doch recht wenig Würmchen zu finden waren, habe ich heute im fast fertigen Wurmsubstat in Ebene1 doch wieder wesentlich mehr Bewohner gefunden. Hängt warscheinlich damit zusammen, daß oben bis auf die obersten 3 cm doch schon alles "durchgeackert" war. Noch ein Grund mehr, die Fütterung wieder aufzunehmen, denn unten wurde anscheinend "wiedergekäut". Nun, wir werden sehen.
Über die weiteren Fortschritte werd' ich Euch auf dem laufenden halten, versprochen! ;)

Mit wurmigen Grüßen Hajo
hajo
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 16. Februar 2012 21:53

Hallo Hajo,

auch ich will so langsam aber sicher wieder mit der Gartenarbeit beginnen, ich freue mich so richtig darauf.
Mit der Wurmhumusernte sehe ich das nicht so eng, zum einen habe ich sehr viel davon, zum anderen habe ich schon im letzten Jahr die Paprika und Tomatentöpfe vorbereitet. Den Humus von den Würmern zu trennen ist für mich auch nicht so tragisch. Mit ein wenig Geduld sammele ich die Würmer aus dem entnommen Humus und dieser kommt dann nochmals für ca. 6 Wochen in ein anderes Gefäß. In dieser Zeit schlüpfen die Jungwürmer aus ihren Kokons, diese werden ebenfalls ausgelesen und fertig ist der Humus.
Vermutlich langt mir der Wurmhumus aus der Farm und dem Komposter um den ganzen Garten zu düngen, wobei der Wurmhumus aus dem Komposter nicht zu 100%fertig sein dürfte. Das allerdings macht nicht wirklich was aus, was noch nicht von den Würmern zersetzt ist, kann dann im Garten zersetzt werden.
Gegen Ende Februar werde ich dann meine Tomatensamen in Töpfchen aussäen. dieses erfolgt in einem Wurmhumus und Erde statt. Hierzu verwende ich aber nur ca. 5% Wurmhumus, mehr Wurmhumus hat im letzten Jahr nicht viel bewirkt.
Man liest sich...
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon hajo » 2. März 2012 11:40

Hallo die Runde!
Habe heute nach ein paar Tagen das angesammelte Futter meinen Arbeitern zur Verfügung gestellt. Nach den letzten Wochen, die ja doch recht frisch waren, tut
sich jetzt in der Farm wieder einiges. Der "Wasserspiegel" (Futterhöhe) in der obersten Ebene geht bei den erhöhten Temperaturen durch die Abbautätigkeit wesentlich schneller
nach unten. als in der Zeit davor. Was ich mit Erstaunen noch registriert habe, war folgendes: im letzten Jahr habe ich trotz intensiven Suchens in meiner Farm fast gar keine
Milben gefunden. Jetzt sind diese lieben Abbauhelfer wieder da !Zwar nicht in den Mengen wie am Anfang, aber es krabbelt wieder ;) !
Ausserdem war die Menge an Wurmkot im Unterbau nach den paar Tagen wesentlich größer als nach der "Winterpause". Wurmtee war heute auch die dreifache Menge da. Die Menge der
Enchyträen ist z.Zt. erstaunlich hoch, an allen Ecken und Enden sind die weissen Würmchen in großer Menge zu finden. Eine Kontrolle des ph-Wertes im Wurmtee ergab etwa einen Wert von
6,5 bis 7, bei der konzentrierten Flüssigkeit ist die Ermittlung des Wertes sehr unsicher. Die Menge der Würmer im Unterbau war recht gering, anscheinend wissen die "Bewohner" nun
langsam, wie sie wieder zum Futter gelangen könne, wenn mal ein Ausflug in's "Grüne" gemacht wurde. Sonst keine weiteren "Neuigkeiten".

Gruß Hajo
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Re: Hajos Wurmfarm aus Dielenbrettern

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 2. März 2012 19:38

Hallo Hajo,

so langsam geht es aufwärts mit dem Wetter, was auch den Wurmfarmen zugute kommt. So langsam kann man darüber nachdenken die Wurmfarm wieder ins Freie zu stellen.
Bei meiner Wurmfarm ist noch kein großer Run zu erkennen, was aber den fast gleichbleibenden Temperaturen im Heizungskeller liegt. Tagsüber ist es eben im Freien wärmer als im Heizungskeller, mit anderen Worten, bei mir sieht es noch aus wie vor einigen Wochen. Mäßiger Umsatz bei mäßigen Temperaturen und mäßiger Aktivität der Wurmfarmbewohner. Milben und Co. waren den ganzen Winter über vorhanden und auch aktiv. allerdings waren diese nur schwer zu entdecken. Das Wurmfarmleben spielte sich eben nicht direkt an der Substratoberfläche ab sondern in der Tiefe. Erst vor einigen Tagen konnte ich eine mir bisher unbekannte Milbe erkennen, diese glich den Kugelmilben, war aber fast viereckig in der Form.
Das ich diese Milbe entdeckt habe war Zufall...
In meiner Farm befindet sich ein Stück Anmachholz, welches ich benutze um das Substrat ein wenig auf zu lockern. Aus Faulheit habe ich dieses Holzstückchen immer auf der Substratoberfläche liegen und auf diesem Holz hat sich ein Schimmelpilz breitgemacht, dieser hatte die Größe eine 1€ Stückes. Das war ein gefundenes fressen für meine Neugier, schnell hatte ich diesen Schimmelpilz unter dem Mikro. Neben hunderten Kugelmilben und einigen Enchyträen entdeckte ich auch die "neue Milbenart". Es ist schon interessant was auf kleinstem Raum für Aktivitäten stattfinden.

An alle, Milben und andere Wurnfarmbewohner in einer Wurmfarm sind harmlos, sie überleben nur im Substrat. Selbst bei der Betrachtung unter dem Mikro hatte ich schon nach wenigen Minuten die ersten tote Tiere zu verzeichnen.

In Deinem Fall würde ich doch sagen "es ist alles in bester Ordnung", selbst der PH Wert liegt im optimalsten Bereich, ein wenig unter 7,0. Das wechselnde Auftreten der Milben und der Enchyträen hat sicherlich keine nennenswerte Bedeutung, ich würde es mit Angebot und Nachfrage erklären. Das massenhafte Auftreten der Enchyträen ist auch bei mir oft der Fall, hat aber auch keine nennenswerte Bedeutung, auch hier würde ich sagen Angebot und Nachfrage. Auch wenn Enchyträen ein Indikator für saures Substrat sein sollen, so muss das nicht zwingend der Fall sein, eine PH Kontrolle allerdings bringt Klarheit.
Weiterhin viel Spass mit der Wurmfarm.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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