Hibiskuszeit gleich Blattlauszeit

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Hibiskuszeit gleich Blattlauszeit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 5. Mai 2012 20:14

Hallo in die Runde,

Kaum hat der Hibiskus junge Blätter, finden sich Blattläuse ein, bei mir ist das wie ein Gesetz. In der Regel wandern die dann zu der Palmlilie über und dann sind sie einfach wieder verschwunden.
Im letzten Jahr war die Blattlausplage am Hibiskus katastrophal und ich hatte jeden Tag so meine Last die Blattläuse mittels Wasserstrahl zu dezimieren. Warum im letzten Jahr die Blattläuse derart stark vertreten waren ist mir nicht bekannt, könnte aber am Dünger (Stickstoff) gelegen haben. Seltsam allerdings ist die Tatsache, das sich die Blattläuse nur auf diesen beiden Pflanzen wohlfühlen. Der angerichtete Schaden allerdings hielt sich Grenzen und war im Nachhinein verschmerzbar.
In diesem Jahr habe ich sehr sehr knapp mit Stickstoff Dünger gedüngt und habe seit einigen Tagen einen Brennnesselauszug auf die Pflanze gespritzt. Mal sehen ob es hilft.
Ein natürlicher Feind der Blattläuse ist der Marienkäfer, es ist also ratsam sich dieser Tierchen zu bedienen, man muss ihnen nur die Möglichkeit einer Überwinterung bieten.
Gestern war der letzte von 3 Spritztagen und was soll ich sagen, gestern habe ich einen Zweig mit Blattläusen entdecken dürfen.
Wie sieht es bei euch aus, haben sich die Blattläuse schon eingefunden?

So eine Blattlaus wird als Schädling eingestuft, warum eigentlich? Schädling ist diese doch nur aus unserer Sicht, in der Natur gibt es dieses Wort garnicht. In der Natur hat alles einen Sinn und eine Aufgabe, welchen Sinn haben Blattläuse?
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hibiskuszeit gleich Blattlauszeit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 12. Mai 2012 09:25

Moin in die Runde,

Der Versuch der Blattläuse, meine Hibiskus zu besiedeln, ist bisher nicht gelungen, warum auch immer. Möglicherweise hat der Brennnesselauszug tatsächlich geholfen oder hatte zumindest einen gewissen Anteil daran.
Heute habe ich mal wieder Brennnessel in Regenwasser aufgesetzt und morgen wird dieser Auszug verspritzt werden. Diesen Vorgang werde ich wieder an 3 Tagen hintereinander ausführen. Bespritzt werden ebenfalls die Tomaten, Paprika, Salat und einige Kräuter und Blumen. Sobald die Zimmerpflanzen im Freien stehen, werden diese auch an den Brennnesselduschen teilnehmen,
Das Ansetzen wird täglich ausgeführt, wobei ich in 1 Liter Regenwasser ca. 20gr getrocknete Brennnessel gebe. Sofern ich die Möglichkeit habe wird das ganze auch ab und an umgerührt.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hibiskuszeit gleich Blattlauszeit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 20. Mai 2012 14:02

Hallo in die Runde,

Noch immer kann ich nichts genaues zur Wirkung des Brennnesselkaltauszuges sagen. Tatsache allerdings ist, das zwar ein sehr geringer Befall mit Blattläusen vorhanden ist, diese sich aber wirklich nur auf die ganz frischen Triebe beschränkt und hier auch nur an vereinzelten Trieben. Hierbei dürfte es sich um die jungen Triebe und Blätter handeln, die von der Spritzung direkt nicht betroffen waren. Junikäfer und deren Larven sind mittlerweile auch zahlreich vertreten, das trifft leider Gottes aber auch auf die Ameisen zu. Vermutlich sind die Ameisen diejenigen, die den Blattlausbefall kräftig unterstützen. Wären diese nicht vorhanden, dürfte es möglicherweise keine Blattläuse im Hibiskus geben.
Der Rest der Natur will natürlich auch leben, zB. der Junikäfer und seine Larven, aus diesem Grund kann man mit einem Minimalbefall sehr gut leben. Als Hobby Biogärtner sollte man einen Teil seiner geliebten Pflanzen der Natur überlassen, geben und nehmen ist hier die bessere Wahl.
Ich werde meine Spritzungen allerdings weiterführen, denn alle bespritzten Pflanzen sehen sehr gesund und stark aus. Bei den Spritzungen werde ich mal die Taktik ändern, ich werde die Spritzungen jeden 2ten Tag ausführen. Diesen Vorgang setze ich fort, bis die Blattentwicklung am Hibiskus abgeschlossen ist.

Update 22.05.2012
Gestern habe ich angefangen mit meiner Brennnesseljauche, kein Kaltauszug, meinen Hibiskus und alle anderen Pflanzen zu spritzen. Für die Spritzung selbst habe ich die Jauche 1:50 verdünnt.
Vorsicht es besteht Verbrennungsgefahr.
Allen Pflanzen geht es sehr gut und die Blattläuse haben sich vermindert. Noch im letzten Jahr musste ich um diese Jahreszeit lange suchen bis ich einen Ast ohne Blattläuse fand, heute ist es umgekehrt.

Update 24.05.2012
Drei Tage ist es jetzt her seit ich die letzte Spritzung getätigt habe und schon sieht man wieder verstärkt Blattläuse an den neuen Trieben. Die Spritzungen selbst haben auf bestehende Triebe und Blätter anscheinend eine Blattlaus Reduzierende Wirkung, diese scheint aber nicht auf Triebe und Blätter zu wirken, welche erst noch gebildet werden. Alle 2 Tage eine Spritzung erscheint mir hier unerlässlich.

Update 25.05.2012
Der Blattlausbefall ist noch immer minimal bis fast verschwunden. betroffen sind 3 Triebspitzen auf welchen Ameisen und Blattläuse vorhanden sind. Eigenartig ist, dass der Befall immer auf der östlichen Seite stattfindet.
Heute habe ich mal wieder einen Kaltauszug aufgesetzt.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Hibiskuszeit gleich Blattlauszeit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 31. Mai 2012 16:13

Hallo in die Runde,

Sieg auf der ganzen Linie würde ich jetzt sagen, die Blattlauspopulation im Hibiskus ist auf ein Minimum geschrumpft. Wem genau ich diesen Sieg zu verdanken habe kann ich nicht sagen, aber es war ein leichter Kampf. Wenn ich an all die Jahre vorher denke, oh Gott. Täglich habe ich den Hibiskus mit einem Wasserstrahl abgebraust und dabei fast jeden Trieb in der Hand gehabt. Mein Brunnenwasser ist Saukalt und genauso fühlten sich meine Finger an.

Was habe ich in diesem Jahr anderst gemacht?
Als erstes habe ich die Handvoll Rinderdungpellets, die ich sonst immer in Richtung Hibiskus geworfen habe, auf ein Minimum beschränkt. Stickstoffereduzierung war hier der Hintergedanke, denn Stickstoff verleiht einer Pflanze rasches Wachstum, macht diese aber auch schwach.
Beim ersten Entdecken der Blattläuse habe ich angefangen die Pflanze mit Brennnesselkaltauszug und mit Brennnesseljauche zu besprühen. Der Kaltauszug wurde pur verspritzt, die Jauche hingegen wurde 1:20 verdünnt. Als gut hat sich ein 2 Tagesrhythmus herausgestellt. Der Kaltauszug wurde öfters gespritzt als die Jauche, Grund hierfür war die Pflanzenstärkende Wirkung. Die Jauchespritzung hingegen diente als Blattdüngung, nach dem Motto doppelt gemoppelt wirkt besser.
Die Spritzungen habe ich bis auf weiteres eingestellt, da sich eine Vielzahl von Marienkäferlarven auf dem Hibiskus befinden. diese wollen zum einen auch Leben und zum anderen scheint es so, als wenn sie das restliche Blattlausproblem im Griff haben.

Fazit: Es geht auch ohne Chemie.
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