Meine Hochbeete

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Re: Meine Hochbeete

Ungelesener Beitragvon Hewe » 29. August 2012 17:55

@Kiko,
armdick ist etwas übertrieben. Aber Äste und dicke Zweige sind als unterste Schicht durchaus vorhanden.... darüber sind normale Abschnitte der Hecken und Sträucher und Büsche.... darauf alles mögliche Grünzeug was anfällt und etwas grober ist. Z.B. die Abschnitte des Weines .... Dazwischen immer wieder Meeristreu. Es kommen auch noch die abschnitte der Obstbäume mit rein.... also Holz und Grünabfälle gleichermaßen.... Da wir noch nicht wissen ob wir den Vereinshäcklser bekommen weiß ich noch nicht wie grob es wird. Muss ich es selber kleinschneiden per Hand wird es ewig dauern und grober sein, als wenn ich den Häcklser bekomme.
Danach würde nun im Normalfall der halbfertige Kompost drauf kommen. Den würde ich aber erst im Frühjahr draufmachen. Oder lieg ich da falsch?
mit gärtnerischen Grüßen Hewe
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Re: Meine Hochbeete

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 30. August 2012 21:00

Hallo Hewe,

Hochbeete richtig zu befüllen ist garnicht so einfach und ich selbst habe kein Platz für Hochbeete.
Mein Wissen zu Hochbeeten habe ich mir auch nur angelesen und ich kann das gelesene nur mit meinen Erfahrungen im allgemeinen abgleichen.
Hochbeete sollen in der Regel an der Basis, also im unteren Bereich mit recht grobem Material gefüllt werden. Je nach größe des Beetes, können da auch halbe Baumstämme eingebaut werden. Der untere Bereich eines Hochbeetes sollte 5 bis 7 Jahre brauchen bis er verrottet. Im unteren Bereich sollten auch genug materialfreie Stellen vorhanden sein, vergleichbar mit kleinen Höhlen. Hier finden sich alsbald Asseln und Co ein. Die Zwischenräume sollten locker befüllt werden mit N haltigem Material. Gute Dienste leistet hier auch Pferde oder Rindermist, wobei Pferdemist die bessere Wahl ist. Pferdemist ist sogenannter heißer Mist, was nichts anderes bedeutet, als das dieser Mist viel Wärme produziert. Genau von dieser Wärme profitiert ein Hochbeet. Die Wärme von unten und die frühe Sonnenwärme beschleunigen so das Wachstum der Pflanzen und ermöglichen hierdurch mehrere Ernten im Jahr.
Das Füllmaterial nach oben hin kann durchaus weniger Holzanteile beinhalten und kann durchaus auch etwas fester gepackt sein. Lediglich die letzten 10 bis 15 cm sollten aus Boden bestehen.
Das Nachfüllen der Hochbeete kann durchaus mit einem Kompost Erde Gemisch stattfinden, Kompost alleine ist auf Dauer einfach zu Nährstoffhaltig. Das ganze ist natürlich in Abhängigkeit von den Pflanzen in den Hochbeeten.
Empfehlen kann ich hier noch Kompost aus Städischen Kompostbetrieben als auch Rindenkompost, aber auch diese sollten mit Erde gemischt werden.
Ziel ist es, einen Zustand zu erreichen, in welchem der Nährstoffverbrauch durch die Rotte ausgeglichen wird. Weiterhin kann ich jetzt nur empfehlen Kompostwürmer in den Hochbeeten anzusiedeln, diese dürften dort auch den Winter recht gut überstehen. Kompostwürmer und Regenwürmer sorgen für einen Materialaustausch innerhalb der Hochbeete und tragen somit sehr viel bei zu einer Durchmischung des Materiales bei.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Meine Hochbeete

Ungelesener Beitragvon Hewe » 31. August 2012 14:38

@Kiko,
ich habe verschiede Bücher über die Anlage von Hochbeeten, bzw. Hügelbeeten.... :) Und von halben Baumstämmen steht in keinen Buch etwas drin.
Natürlich sind genug Hohlräume unter den Ästen und Zweigen.... da ist jetzt schon ein Bodenleben versammelt das ist wahnsinn! Auch diverse Würmchen... die sich mir nicht vorgestellt haben. ;)

Und auch bei mir ist die Erdschicht maximal 10-15 Zentimeter.... höher ist sie nicht. Alles andere ist Pflanzen/ Holzmasse.
In ERmangelung von Pferdemist nehme ich halt regelmäßig meine Meeristreu... natürlich weiß ich, das es nicht das "selbe" ist. Ich fahre aber im Auto keinen Mist spazieren.....Wegen so einen "MIST" riskiere ich keinen Ehestreit! Also mach ich es so, wie es halt geht. Ich kann nicht davon ausgehen, wie es andere machen die ihre Tierhaltung auf dem Hof haben ect...
Andere spritzen auch Gift und ich mache es nicht... nur weil andere es so machen, ist es für mich kein Gesetz. Ich muss alle Information für mich abwandeln.

Und ich werde auch abwarten, ob unsere Anlage überhaupt 2015 übersteht! Noch sieht es sehr schwarz aus! :shock: Warum soll ich mir Gedanken machen, ob und wie die Hochbeete 7 Jahre stehen? Ich bin Klüger wenn ich 2015 weiß, wir dürfen weiter dort sein. Im Moment sehr, sehr fragwürdig! Schließlich ist der genannte Termin bereits in knapp 3 Jahren... die sind schneller um als uns lieb ist!
Die Probleme hat sonst keiner im WWW. :( Hier im Umkreis schon....
Darum werde ich auch sonst keinerlei große Ausgaben tätigen. Und ich werde auch nicht nochmal bei Null anfangen... ich bin keine 30 mehr.

Bis die Abrissbagger kommen, kann es so stehen bleiben. Und ich vesuche mein bestes für mich, meinen Garten und meiner Gesundheit.
mit gärtnerischen Grüßen Hewe
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Re: Meine Hochbeete

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 1. September 2012 19:40

Hallo Hewe,

Dein Alptraum, das Jahr 2015, ist mir bekannt und ich drücke mal die Daumen, dass der Garten erhalten bleibt.

In Sachen Hochbeete kann ich jetzt nur sagen was ich weiß und wie ich es machen würde, was letztendlich dabei herauskommen würde, bleibt leider ein Geheimnis.
Deine Hochbeete scheinen doch zu funktionieren und mehr muss es ja auch nicht. So falsch kann Deine Vorgehensweise also nicht sein. Vermutlich gibt es auch nicht einmal 2 Hochbeete, die sich gleichen, ein "so mus es sein Rezept" gibt es auch nicht.
Mach einfach weiter so und berichte wie sich alles weiterentwickelt.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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