Kompostwürmer und Kälte

Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 23. Oktober 2017 20:38

Hallo Chris,

herzlich willkommen im Forum.

Das mit der Grube und der Isolierschicht aus Blättern hört sich echt gut an.

Es fällt da etwa ein halber Kubikmeter Wurmhumus an.


:o :o :o

Das sind ja Unmengen an belüftetem Wurmtee, den ich da fabrizieren könnte. Da wäre es mir möglich sämtliche Beerensträucher, Gewächshausgemüse- und Gartengemüsepflanzen und, und, und (okay, leider nicht von mir, aber ich habe einen Teil zu Versuchen abbekommen) nächstes Jahr zu stärken und dazu noch mit Wurmhumus zu "düngen". Das ist ja echt ein Traum.

Wie genau wendest Du den Wurmhumus an und welche Erfahrungen hast Du gemacht? ... ... Leider sind meine Fragen hier aber OT :oops:

Wie hoch schätzt Du die Anzahl Deiner Würmer?!? Dabei war ich schon stolz, daß meine Würmer jetzt seit August einige Liter umgesetzt haben. :cry:
Brauchst Du da im Garten noch die Grabegabel oder setzt der Wurmhumus alles alleine um?

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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 24. Oktober 2017 10:24

Die Rückmeldung kam ja schnell.

Vergessen hatte ich zu schreiben, ein Entwässerung gibt es auch in der Grube. Da fallen etwa 30 Liter, wie du es schreibst, Wurmtee im Monat an.

Es wird immer eine Hälfte vom Inhalt der Grube im Jahr geleert. Da kommen einige Schubkarren zusammen. Die Regenwürmer kriechen dort hin wo die
frische Nahrung ist. Entsprechend viel muss dann auch ran geschafft werden. Da kommen Kuhmist, Pilze, Weidenkätzchen, verdorbenes Gemüse und Obst
Holunderbeeren, alte eingeweichte Brötchen und Brot, Reste von der Likörgewinnung und anderes rein. Den vielen Wurmhumus und den Wurmtee schaffe
ich auf den Komposthaufen. Im fertigen Wurmhumus sind kaum noch Regenwürmer drin. Die drin sind kommen auch mit auf den Komposthaufen.
Dort bleibt alles noch ein halbes Jahr, bis der Kompost durchgesiebt wird. Im großen Komposthaufen ist auch Holzasche mit Holzkohle drin. Die Komposterde
wird dann im ganzen Garten verteilt und trägt so zur Ertragssteigerung bei. Ich beschäftige mich mit der Erzeugung von Tomaten, Paprika und XXL-Gemüse.
Mit übergroßen Gemüse bin ich noch am Anfang.

Ich habe keine gekauften Würmer. Die Mistwürmer Eisenia foetida wurden im Garten gesammelt und in in die Grube gebracht. Dort konnten sie sich seit fast 10
Jahren ungestört entwickeln und vermehren. Da sind jetzt unzählige Regenwürmer drin. Wenn es Würmern nicht gefällt, können sie auch entweichen. Am Tag
besteht aber auf Grund der Helligkeit kein Bedürfnis dazu. Für ausreichende Belüftung ist gesorgt.

Im Garten wird ganz normal mit einem Spaten aus Edelstahl umgegraben. Im Garten befinden sich kaum Regenwürmer. Die meisten Würmer werden vom Maulwürfen,
Wühlmäusen, Ameisen oder Vögeln weggeholt. Die Komposterde wird zielgerichtet eingesetzt.

Ein paar Bilder wollte ich mal einstellen. Das funktioniert hier in dem Forum schlecht.

LG Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 25. Oktober 2017 21:30

Ein paar Bilder wollte ich mal einstellen. Das funktioniert hier in dem Forum schlecht.


Ist ein speicherplatzproblem. Die Größe des Forums reicht nicht für viele Bilder aus.
Kiko hat irgendwo geschrieben, wie man über ein Photoprogramm o.ä. Bilder nach hier verlinken kann.

...

Das mit der Grube hört sich immer noch sagenhaft an.

Wie sieht Dein Wurmhumus bei der Entnahme aus? Ist er feinkrümelig? Riecht er gut?
Normalerwiese kommt er dann direkt ins Beet, ohne Umweg über den Kompost. Er belebt mit seinen Inhaltsstoffen den Gartenboden.

Allerdings, könnte der Wurmhumus - sofern der Komposthaufen nicht mehr durch die Heißrotte geht, auch den Komposthaufen beleben. Hm.

Hast Du schon mal Versuche gemacht mit reinem Wurmhumus und reinem Kompost an Gemüse? (also getrennte Beete)
Selbiges mit Sickerwasser im allgemeinen Wurmtee genannt?

Hast Du schon einmal belüfteten Wurmtee (Wurmhumustee) ausprobiert? Mit diesem habe ich seit August ganz tolle Erfolge in einem Gewächshaus erzielt.
Ebenso im Freiland.

:) O - o - es werden immer mehr Fragen, die ich da stelle :oops:

In den VSA und Kanada wird - jedenfalls videomäßig - sehr viel mit belüftetem Kompostwasser und Wurmhumustee gearbeitet. Einige erzeugen damit angeblich riesengroßes Gemüse.
Diejenigen, die mit Kompostwasser arbeiten, fügen noch Bakterienstämme und sonstige Pülverleins zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die das Riesengemüse dann tatsächlich
noch essen oder nur für Ausstellungen verwenden. Bei mir auf dem Balkon sind die kleinen Erdbeeren geschmacksmäßig die besten. Die großen sind nicht ganz so süß.

Natürlich sehen Riesengemüse und Riesenerdbeeren gigantisch aus. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Neugierige Grüße
Wurmbär
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 26. Oktober 2017 19:59

Hallo Wurmbär,

bei mir gibt es ein schwierigeres Problem mit den Bildern. Mein Problem ist, ich melde mich mit Username und Passwort an.
Das klappt problemlos, um ins Forum zu gelangen. Mache ich es genauso im Kiko, da zeigt es an: Username / Passwort
stimmen nicht überein.

Das mit der Grube lässt sich ganz einfach erklären. Ursprünglich war dort ein massives Gewächshaus Marke Eigenbau. Das
war zu klein. Davon brauchbar war noch das Fundament. Das habe ich genutzt und erweitert. Die Grube hat die Innenmaße 3850 x
1250 x 750 mm (L x B x T).

Der Wurmhumus richt gut sieht, dunkelbraun aus, und hat eine feine Struktur. Eine Einschränkung gibt es. Die unterste Schicht ist nicht
ganz verarbeitet. Das hängt damit zusammen, dass die Entwässerung noch nicht optimal funktioniert. Da müssen noch weitere gelöcherte
Rohre gelegt werden. Da ich immer nur eine Hälfte Wurmhumus entnehmen gibt es erst auf einer Seite Entwässerungsrohre.

Bei mir profitiert die gesamte Komposterde davon. Ich habe nicht etwa die üblichen Komposter, sondern sehr große Komposthaufen. Da
brauche ich Wochen, um die durchzusieben.

Wie es mit der Belebung vom Kompost mit dem Wurmhumus aussieht, kann ich nicht sagen. Ein paar Regenwürmer sind da ja mit drin.
Der Kompost ist da größtenteils schon zersetzt, wenn der Wurmhumus zugeführt wird. Eine Heißrotte gibt es sowieso nur theoretisch.
Das ist ein Thema mit dem ich mich beschäftige, aber die Lösung lässt auf sich warten.

Ich habe sehr gute Ergebnisse erzielt mit dem Kompost mit Wurmhumus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich noch steigern lässt.
Möhren hatte ich eine Zeit lang mit Wasser und Wurmhumus gegossen. Ohne Wurmhumus war der Ertag nicht anders. Das kann daran
liegen, dass die Möhren genügsamer sind.

Den Wurmtee gieße ich ich auch auf den Kompost. Die Konsistenz ist sehr unterschiedlich. Das ist abhängig vom Futtereintrag in der Grube.

Unter belüfteten Wurmtee kann ich mir nichts vorstellen. Ich habe kein gewöhnliches Gewächshaus mit seinen Nachteilen.
Ich bearbeite 3 Gärten mit einer jeweiligen Größe von ca. 420 m².

Mich würde es schon interessieren, wie ich größeres Gemüse erzeugen kann. Da sind die Erbanlage der Saat und die Bedingungen
im Nahbereich der Pflanzen entscheidend. Das Riesengemüse ist hauptsächlich für Wettbewerbe gedacht. Große Frücht sind beeindruckend und
auch essbar.

LG Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 27. Oktober 2017 19:50

Chris hat geschrieben:Hallo Wurmbär,

bei mir gibt es ein schwierigeres Problem mit den Bildern. Mein Problem ist, ich melde mich mit Username und Passwort an.
Das klappt problemlos, um ins Forum zu gelangen. Mache ich es genauso im Kiko, da zeigt es an: Username / Passwort
stimmen nicht überein.



Das hatte ich auch anders gemeint :lol:
sieh Dir mal bitte den folgenden Link an

http://kompostwurm-humus.forumprofi.de/global/bilder-im-forum--t69.html?sid=352cc5c45c540ce8990c1a7957e63e9e

Was die verschiedenen Kompostarten angeht könnte ich Dir ein Buch empfehlen. Allerdings ist es mehr für Anfänger in Sachen Wurmhumus.
Dort ist auch relativ gut beschrieben wie Wurmtee und Wurmhumus wirkt bzw. wirken könnte/n (gilt auch für Kompost bzw. Komposttee),
weil diese Sachen sind noch nicht ganz erforscht. Leider habe ich das Buch gerade ausgeliehen. Sonst hätte ich daraus zitiert.

[Heistinger/Grant ... Biodünger selbermachen ... oder so ähnlich. Allerdings ist auch da nix mit Riesenwachstum. Natürlich ist da auch
Werbung für die Produkte von Grant, aber die würde ich für meine Sachen auch machen, wenn ich ein Buch schreiben würde :D :mrgreen: ]

Die Idee, aus dem Gewächshausfundament eine "Wurmgrube" zu machen, finde ich nach wie vor spitze und die Probleme mit der Ent-
wässerung hast Du ja auch schon "so gut wie" im Griff.

Wie es mit der Belebung vom Kompost mit dem Wurmhumus aussieht, kann ich nicht sagen. Ein paar Regenwürmer sind da ja mit drin.


Hm, in diesem Fall beleben die Inhaltsstoffe aus dem Wurmhumus und dem Sickerwasser den Kompost. Sprich, die Bakterien, Huminstoffe, Gemüsesäfte
und was da sonst noch alles drin ist. Die Würmer werden hier nicht mehr benötigt.

Eine Heißrotte gibt es sowieso nur theoretisch.
Das ist ein Thema mit dem ich mich beschäftige, aber die Lösung lässt auf sich warten.


Da gibt es ein Stickstoff-/Kohlenstoff-Verhältnis von 1 zu 25 bis 30, welches eingehalten werden muß, damit eine gute und nicht zu schnelle oder lahme,
bzw. gar keine Heißrotte in Gang kommt. Kiko und ich haben darüber im Forum auch schon geschrieben. In obigem Buch ist es ebenfalls angerissen.
Außerdem gibt es dazu gute Seiten im Netz, auf die hier auch schon verwiesen wurde.

Ich habe sehr gute Ergebnisse erzielt mit dem Kompost mit Wurmhumus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich noch steigern lässt.
Möhren hatte ich eine Zeit lang mit Wasser und Wurmhumus gegossen. Ohne Wurmhumus war der Ertag nicht anders. Das kann daran
liegen, dass die Möhren genügsamer sind.


Wieviel Wurmhumus hast Du direkt an die Möhren gegeben? Dazu wäre ein guter, belüfteter Wurmhumustee ideal. Dann Jauchen ... aber meine
Oma hat immer gesagt, daß man nicht zu viel gießen darf, weil sonst die Möhren klein bleiben.

Zur Zeit mache ich Versuche mit (richtigem) Tee, als Kaltauszug, der dann gezuckert, belüftet und mit Wurmhumus zu Wurmhumustee verarbeitet
wird. Allerdings kann ich momentan fast nur noch die Erde und meinen Grünkohl auf dem Balkon beleben. Mehr geht momentan nicht mehr.....
Ist halt fast schon November.

Bin gespannt, was mir im Winter so alles an Ideen kommen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Unter belüfteten Wurmtee kann ich mir nichts vorstellen.


Hier folgt die einfache Version:

https://www.youtube.com/watch?v=NSgwZklKs7o
Habe zusammen mit Wurmhumus auf dem Balkon und im Hinterhausgartenstreifen meiner Mutter beste Erfolge erzielt.


Mich würde es schon interessieren, wie ich größeres Gemüse erzeugen kann. Da sind die Erbanlage der Saat und die Bedingungen
im Nahbereich der Pflanzen entscheidend. Das Riesengemüse ist hauptsächlich für Wettbewerbe gedacht. Große Frücht sind beeindruckend und
auch essbar.


Also ich habe von einem Mann hier in Deutschland gelesen, der mit Wurm und Co. arbeitet, aber der hat noch ein paar extra Geheimnisse, um
Riesengemüse zu erzeugen. Ich hege das Vorurteil, daß das zwar super aussieht, aber total wässrig schmeckt :?

:oops:
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PS: Werde Kiko anschreiben und um einen neuen Fred für diese Beiträge hier bitten.
Sonst geht Dein ganzes Projekt hier in der Kälte unter. Das wäre jammerschade.
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 28. Oktober 2017 20:39

Hallo Wurmbär,

Die Bilder Geschichte werde ich mir morgen mal vornehmen. Den Link habe ich schon vergeblich genutzt. Morgen weiß ich mehr.

Ganz so aus dem blauen Dunst habe ich meine Regenwurmgrube nicht geschaffen. Dem liegen eine Reihe von Erkenntnissen zugrunde.
Über Regenwürmer habe ich auch mehrere Bücher. Die Hinweise zu dem Buch waren ausreichend. Das Buch werde ich mir zulegen.
Die Werbung wird überlesen.

Die Regenwurmgrube ist ausgereift und funktioniert schon über viele Jahr. Eine Weiterentwickung wäre nun eigentlich mal dran, ähnlich
meinem 3. Gewächshaus Marke Eigenbau.

Ich will da einen anderen Weg gehen, mit der Heißrotte. Mir ist die Zusammensetzung des Kompostgutes fast egal. Die Hauptsache ist, ich
erreicht Temperaturen von ca. 70°C. Im Net werden Solardämpfer angeboten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die so funktionieren.

Ich habe eher die Erkenntnis gewonnen, wenn es die Möhren zu feucht haben, faulen sie. Geduld ist beim Gartenbau immer gefragt.
Es kann sein, der belüftete Wurmtee bringt eine Verbesserung im Wuchs. Ich bin da aber noch etwas misstrauisch. Die Zusammensetzung vom
Wurmtee ich nicht konstant. Die ist bei unterschiedlichen Füllgut verschieden.

Bei 30 Liter Wurmtee im Monat müsste ich eine größere Belüftungsanlage schaffen. Wenn das Ergebnis stimmt, werde ich es auch tun.

Das ist so, es gibt eine ganze Reihe von Tricks, um großes Gemüse zu erzeugen. Ich versuche da auch mehreres. Auf zwei Beeten habe
ich z.B. eine große Menge gehächselte Kastanien eingegraben, um die Wuchsfreudigkeit von Kürbis und Sonnenblume zu erhöhen.

LG Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 1. November 2017 14:34

Hallo Chris,

Ganz so aus dem blauen Dunst habe ich meine Regenwurmgrube nicht geschaffen.


Bild

das ist mir natürlich auch klar.

Meine "Vermieterin", die sich das empfohlene Buch ausgeliehen hat, ist übrigens total begeistert. Sie ist der Meinung, daß dies das erste Buch ist, in dem der normale Kompost richtig gut beschrieben wird, und daß sie begriffen hat, was sie jetzt besser machen kann. Ich habe diese Kapitel etwas überlesen, weil ich, wenn überhaupt, erst nächstes Jahr Kompost machen kann. Aber ich glaube, ich habe zu wenig Material.

Die Solardämpfer erinnern mich irgendwie an Wachsschmelzer.

Für Deinen Wurmtee würde ich keine Belüftungsanlage anschaffen. Pur oder verdünnt auf Boden oder Kompost und gut ist. Dies ist ein hervorragender Dünger, durch die Pflanzensäfte, die darinnen sind. Er belebt außerdem die Bakterien, die schon im Boden sind.

Belüfteter Wurmtee ist etwas anderes. Dieser wird aus ganz, ganz fertigem Wurmhumus gemacht. Das ist etwas anderes. Dort sollten keinerlei Pflanzensäfte mehr sein.

So ... und jetzt nutzen wir das tolle Wetter und gehen spazieren.

Gaaanz viele Grüße
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 1. November 2017 20:26

Hallo Wurmbär,

um einen Kompost anzulegen, bedarf es nicht viel Material. Ich habe einen Komposter gebaut mit 6 Einschlaghülsen, den Kanthölzern von einem Bettgestell und den Seitenteilen vom Bett.
Das erforderliche Substrat für den Kompost, sollte man einen kleinen Garten haben, kann man von außerhalb hole. Auch Heu, Holzmehl und Kuhmist habe ich schon kompostiert.
DSC09165.jpg


In einen sehr warmen Schuppen versuchte ich Rasenschnitt im Laubsack zu lagern. Dabei habe ich nur einmal im mittleren Bereich 65° C erreicht.

Die Belüftung vom Wurmtees habe ich zunächst nicht im Sinn. Experimente mit ausgelaugtem Wurmhumus als Komposttee habe ich nicht vor. Was soll ich die große Menge Wurmhumus noch verdünnen. Das geschieht ohnehin bei mir auf dem Kompost schon von alleine. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie aus fast trockenem Wurmhumus noch belebter Wurmtee entstehen soll.

LG Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 1. November 2017 22:06

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie aus fast trockenem Wurmhumus noch belebter Wurmtee entstehen soll.


Warum ... ist Dein Wurmhumus ausgetrocknet? Dann sollte ein Weg gefunden werden, um dies zu verhindern.

Aus dem vertrockneten Kauf-Humus von mir hätte ich auch niemals Wurmtee gemacht.

Auch auf die Gefahr hin, daß Du jetzt geschockt bist, aber ich habe erst seit Mitte/Ende August ein 15m²-Beet - jederzeit erweiterbar -
zur Verfügung. Das war sozusagen Wiese. Da ich nicht richtig umgraben will - und auch kein Bodenleben mittels Karton oder ultradicker
Mulchschicht ersticken will - ist davon mittlerweile gerade mal eine starke Hälfte mit Erdbeeren, Spinat, Ackersalat, Knoblauch usw.
bepflanzt. Da brauche ich mir über Kompost wirklich noch keine Gedanken machen. Küchenabfälle brauche ich für die Wurmkiste.
Das Gesamtbeet war anfangs mit den roten und jetzt mit den schwarzen Schnecken verseucht.

Meine Theorie 2010+ war, daß die Schnecken verschwinden, sobald keine Fäulnis mehr im Beet stattfindet. Aber das ist jetzt ein anderes
Thema.

Natürlich hat meine "Vermieterin" sehr viele Komposthäufen usw. Außerdem hat sie Hühner und da gibt es auch noch eine Menge Mist (lgl).
Aber das ist halt alles nicht meins - auch wenn ich mir soviel nehmen könnte, wie ich wollte.

GLG
Wurmbär

PS: Dein Komposter sieht echt gut aus.
Ist der beschattet?
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 2. November 2017 11:05

Hallo Wurmbär,

in einem Beitrag von Dir, zu einem anderen Thema, stand etwas von gekauften fast trockenem Wurmhumus. Um aus Wurmhumus den Wurmtee herzustellen, steht nun mal für einen der keinen Wurmhumus hat, nur solche handelsübliche Ware zur Verfügung.

Mein Wurmhumus ist schon so feucht, wie er sein solle.

Jeder fängt nun mal klein an. Wie weit man es treibt, muss jeder selber wissen. Ein Beet umgeben von viel Wiese, das habe ich in einem Garten auch. Dort schütze ich die Pflanzen vor Schnecken mit Tannenzapfen.

Gut abgelagerter Hühnermist ist sehr guter Dünger. Wenn die Möglichkeit der Beschaffung besteht, sollte man die nutzen.

Der Komposter sieht jetzt so ähnlich aus. Er ist nur etwas höher.

k-DSC09166.JPG


LG Chris
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