Kompostwürmer und Kälte

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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 2. November 2017 17:08

Hallo Chris,

sieht echt gut aus Dein Komposter, wohl dem der den nötigen Platz zur Verfügung hat. Auch ich stelle aber die Frage nach einer Beschattung, welche ich für wichtig erachte...
In Sachen Bilder...
Deine Bilder werden früher oder später gelöscht werden, es wäre echt schade darum. Ich würde Dich nochmals bitten. die Bilder nicht im Forum hochzuladen.
Ich habe hier mal Deinen Komposter auf einen Bilderserver hochgeladen und im Forum eingebunden, siehe nachfolgendes Bild.

Bild
mein Komposter


hier könntest Du Dich anmelden, alles andere ist selbsterklärend. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 2. November 2017 20:02

Hallo Kiko,

Der nötige Platz habe ich. Den 3. Garten habe ich extra für Versuche gepachtet. Aus den Garten mit Gefälle mache ich einen waagerechte Garten.
Zunächst bleibt der Kompost mit Teppichen abgedeckt. Im Frühling pflanze ich auf den Kompost Kürbisse hin. Die Riesenkürbisse, die dort wachsen
sollen, brachen die ganze waagerechte Fläche. Eventuell muss ich die Fläche noch vergrößern. Ab Mitte Nachmittag verschwindet die Sonne hinter
dichten Bäumen vom verwilderten Nachbargarten.

Ich hatte einen bequemen Weg gefunden, um Bilder einzubringen. Angemeldet bin ich schon. Die Notwendigkeit sah ich aber nicht,
es umständlicher zu machen.

Beim nächsten Bild versuche ich es mal.

LG Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 2. November 2017 20:28

Hallo Chris,
wegen der Bilder sage ich im Namen aller danke. Es geht in diesem Fall wirklich nur um den Speicherplatz für das Forum, dieser ist sehr begrenzt. Das Forum selbst erwirtschaftet auch keinen Gewinn, von welchem man Speicherplatz kaufen könnte,
Zu Deinem Kompost:
Kompost und Humus haben ein Verfallsdatum, oder anders ausgedrückt, mit zunehmendem Alter verliert Kompost seine Wirkung.
Hast Du schon einmal über Hochbeete nachgedacht? Dies bietet sich bei Deiner Gartenfläche wirklich an.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 2. November 2017 21:18

Hallo Kiko,

ich werde es mit Bildern demnächst mal probieren. Ob es gelingt, werde ich sehen.

Mir ist es schon bekannt, dass der Kompost nach einer gewissen Zeit seine Wirkung als Dünger verliert.
Was soll ein Hochbeet für Vorteile bringen? Ein Hochbeet ist etwas für Behinderte oder Kleingärtner, die
nur kleine Mengen Gemüse anbauen und bei der Ernte sich nicht bücken müssen. Ich habe größere Beete.
Mit einem Hochbeet würde ich nicht weit kommen. Ein Hochbeet erfordert viel Aufwand beim Befüllen.
Eine Anwendung hätte ich aber für ein Hochbeet. In einem anderen Form hat einer Wassermelonen mit
großem Erfolg angebaut. Das würde mich schon reizen. Dazu habe ich aber noch keine Zeit.

LG Chris
Chris
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Eberhard » 20. November 2017 18:40

Feststellung: Zitate wie auch Antworten haben mit dem Thementitel nichts zu tun.

Chris hat geschrieben:Ich will da einen anderen Weg gehen, mit der Heißrotte. Mir ist die Zusammensetzung des Kompostgutes fast egal. Die Hauptsache ist, ich erreicht Temperaturen von ca. 70°C.

Mit dem Hochtreiben der Rottetemperatur habe ich gar keine Probleme. Man benötigt da die Überschreitung einer "kritischen" Höhe von etwa 40 Zentimeter bei ausreichend großer Grundfläche. Dann sollte das Kompostiergut gut gemischt sein (Frisches+Holziges) sowie dann auch zerkleinert sein (aufgesplitterte Holzhäcksel sind besser als ganze Äste).
Eigentlich sollte dann die Zugabe von etwas älterem Kompost schon genügen, da der die nötigen Mikroorgansimen enthält.
Zusätzlich kann man die Rottetemperatur steigern, indem man frischen Grasschnitt zuführt. Diesen nicht übertreiben, gut einmischen, da sonst Fäulnisprozesse entstehen können, die kontraproduktiv sind. Bei einem größeren Grasschnittanfall diesen ausgebreitet antrocknen lassen und gestaffelt zugeben.
Das C:N-Verhältnis wurde schon angesprochen. Frisches Grün liefert Stickstoff und hilft, das C:N-Verhältnis in günstige Bereiche abzusenken.
Weitere Kompostbeschleuniger:
- Brennesseljauche
- Ansatz aus Zuckerlösung, Backhefe und ggf. etwas Milch. Aber das sind Lebensmittel und könnten auch anderweitig verwendet werden.
Damit sind dann die genannten etwa 72 Grad Celsius drin, gemessen bei mir etwa 10 Zentimeter unter der Oberfläche.

In einigen Kompostierwerken wird "nach Stand der Technik" zusätzlich Luft in Kompostmieten geblasen, um mit noch höheren Temperaturen das Material zu hygiensieren und keimfrei zu machen. Letzteres gelingt durchaus, der Kompost ist dann so tot, dass man ihn über Monate/Jahre liegen lassen kann, ohne dass darauf etwas wachsen möchte. So etwas wird dann auch noch an Verbraucher verkauft.

Ergo: Riesentemperaturen sind nicht nötig. Wichtig ist eine Vielfalt an Keimen, so wie es in der Natur von Haus aus üblich wäre (dort werden aber kaum Haufen oder Mieten aufgeschichtet). Dann erfolgt auch die natürliche Rotte.

Kiko63505 hat geschrieben:Kompost und Humus haben ein Verfallsdatum, oder anders ausgedrückt, mit zunehmendem Alter verliert Kompost seine Wirkung.

Kompost ist nur ein Übergangsstadium von Pflanzenteilen hin zur unmittelbaren Mineralisation bzw. zur Humusbildung.
Humus selber hat nicht zwingend ein Verfallsdatum. Wie würde man sich sonst Schwarzerdeböden erklären?
Wie würde man sich erklären, dass Garten- und Ackerböden Humus enthalten, obwohl recht oft eine Menge dazu getan wird, um diesen zu verbrauchen.

Chris hat geschrieben:Ein Hochbeet ist etwas für Behinderte oder Kleingärtner, die nur kleine Mengen Gemüse anbauen und bei der Ernte sich nicht bücken müssen.

Wenn man "Rücken" hat, ist sich weniger Bücken gar nicht schlecht.
Ein Hochbeet wird sich aber schneller erwärmen als die flache Erde (wenn man nicht gerade einen Eisblock gebunkert hat). Damit kann man den Frühling etwas vorverlegen und Vegetationszeiten verlängern.
Das Umfüllen des Inhalts ist auch eine Chance: Wenn man da halbfertigen Kompost einfüllt, der nicht mehr in eine Heißrotte gehen wird, hat man durch die entstehende dann verträgliche Rottewärme ebenfalls eine Unterstützung der Anpflanzung wie auch des Bodenlebens. Wenn man dann nach einer oder mehreren Vegetationsphasen das Hochbeet ausräumt, rate mal, was man da hat ...
Mit freundlichem Glück Auf!
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Re: Kompostwürmer und Kälte

Ungelesener Beitragvon Chris » 21. November 2017 12:35

- Es ist zwar etwas abschweifend, eine Antwort möchte ich aber geben.
Viele Voraussetzungen sind notwendig, um eine Heißrotte zu erzielen. Ich meine eine Heißrotte vom gesamten Kompost und nicht bloß im Innern.
In einem aufgeheiztem Raum von der Sonne angestrahlt ist es mir nicht mal gelungen 70°C zu erzeugen.
Die geschriebenen Empfehlungen müsste ich mal ausprobieren. Bei Brennnesseljauche hätte ich Bedenken, denn der Wasseranteil bindet Wärme.
Meine Zielrichtung wäre durch mehrere Spiegel die Sonnenstrahlen zu bündeln, um auch bei weniger optimalen Bedingungen hohe Temperaturen
zu erzielen. Luft in die Kompostmiete könnte höchstens in kleinem Maße erfolgen, damit keine Abkühlung der Miete geschieht.

- Ich kann nur aus eigener Erfahrung erkennen, dass der Komposthaufen nach mehreren Jahren Lagerung wertlos geworden ist. Da sind kaum
noch Lebewesen feststellbar und solche Erde verwende ich auch nicht zum Düngen.

- Meine Knie sind noch einigermaßen in Ordnung. Ich mache vieles im Knien. Da bin ich nah genug an den Pflanzen bei bequemer Stellung.
Ein Hochbeet erwärmt sich schneller, das stimmt. Für später plane ich ein Hochbeet ein.

LG Chris
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