Perlschnurkrankheit

Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

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Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon ringworm » 7. März 2013 00:22

Hallo,

nun bin ich gerade erst dazugekommen, und habe auch schon die erste Frage. Ist aus Verzweiflung, und auch der Grund für die Suche nach Informationen, die mich letztendlich hierher geführt hat. Vielleicht weiss ja jemand Rat.

Beobachte seit einiger Zeit immer mal wieder Kompostwürmer (zumeist Eisenia foetida), die einen oder mehrere Teile ihres Körpers abschnüren, und dann entweder abwerfen, oder als "Perlschnur" verenden. Einige Würmer, ausgewachsene und kleinere, werden auch einfach schlapp und sterben.

falscher Bilderlink wurde vom Admin entfernt

So, hoffe, dass das Bild auf die eine oder andere Art angezeigt wird, oder auf IMGbox zugänglich ist. Ansonsten kann ich es auch gerne mailen. Zu sehen sind hier neben einigen "Perlschnurwürmern" auch einige abgeworfene Teile, die sich in der Kiste finden. Macht mir große Sorgen.

Weiß bisher nicht, woher das kommen kann. Seit einigen Wochen bin ich dazu übergegangen, unsere Küchenabfälle und Grünabfälle vom Markt mit einem kleinen Multimixer sehr klein zu häckseln. Hatte bisher den Eindruck, dass das dem Betrieb sehr gut tut, zumal sich die Wümer in den letzten Monaten (habe die Würmer erst seit Ende Oktober) sehr gut vermehrt haben.

pH habe ich nicht gemessen, aber das Häckseln hat zumindest die Fruchtfliegenplage ordentlich zurückgeschraubt (wohl deshalb durfte ich wohl überhaupt nur expandieren...). Allerdings hat der Bestand an kleinen, weißen Oberflächennematoden deutlich zugenommen. OK, mehr Infos wüßte ich momentan nicht.

Schon mal ganz vielen Dank im Voraus,
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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 7. März 2013 20:44

weg ist sie meine Antwort... also nochmal.

Dein Problem selbst kann ich auf Anhieb nicht beantworten, es fehlen einfach zuviele Vorabinformationen.
Vermutlich leiden die Würmer unter einem akuten Mineralmangel. Schädigungen durch Säure oder Parasiten sind zwar auch möglich, halte ich aber für fast ausgeschlossen.
Im ersten Schritt würde ich hier einen guten Anteil Gartenerde mit etwas Kalk und Steinmehl mischen. das ganze kannst du in der Farm einarbeiten. Bei Kalk bitte nicht allzuviel beigeben denn Kalk ist ein Humusräuber und bewirkt letztendlich das Gegenteil von dem was wir uns erhoffen.... guten Wurmhumus eben.
Den Mixer würde ich nicht empfehlen, zum einen ist es unnötige Energieverschwendung, zum anderen ist Brei nicht wirklich gut in einer Wurmfarm. Breie verhindern den Sauerstoffaustausch im Substrat. Es langt wenn man die Rüstabfälle mit dem Messer zerkleinert, das geht schnell und ist Energieschonend.

Es wäre gut zu wissen wie Du Deine Farm bisher befüttert hast, wie die Farm aufgebaut ist... eben alles was mit der Farm zu tun hat,,, selbst die kleinste Kleinigkeit kann wichtig sein. Ich wäre Dir dankbar wenn Du uns das mitteilen würdest.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon ringworm » 7. März 2013 21:20

Hallo Kiko,

danke für die Antwort. Ich gebe eigentlich immer mal wieder Dolomitkalk oder Steinmehl dazu, ferner gemörserte Eierschalen. Sollte vielleicht mal den pH-Wert messen, habe aber noch kein Lackmuspapier aufgetan. Manchmal tue ich auch "worm treat pellets" dazu, die mit meinem Startset gekommen sind; allerdings sieht mir das eigentlich wie Leinsaatpressgut aus.

Das mit dem 02 bei zu fein Gehäckseltem sehe ich prinzipiell ähnlich, allerdings scheint das in der Praxis nicht gar so viel auszumachen, da ich flächig verteile, und die Würmer das dann recht zügig durchpflügen. Der Vorteil ist eindeutig, dass das Zeugs so weniger Drosophilae anzieht, und das ist für den häuslichen Betrieb/Frieden ziemlich wichtig.

Suche auch nach einem adäquatem Zerkleinerungssystem, etwa einer Art großem "Küchenabfallwolf". Gibt es da Erfahrungen?

Warum hat es mit dem Bild eigentlich nicht geklappt? HG,
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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 7. März 2013 22:32

Hi,

Das mit den Bildern kannst Du mal nachlesen, vermutlich hast Du den falschen Link eingefügt hier nachlesen

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du diese Pellets mit den Würmern geliefert bekommen hast und Du auch schon einschlägigen Erfahrungsaustausch in dieser Sache hast oder hattest. Gut tut der, der sich vielseitig informiert.
Auf dieser Seite allerdings geht es um die natürliche und kostenlose Herstellung von Wurmhumus und das wenn es geht in allerbester Qualität.
Ich kann also nur Tipps geben die vom Aufwand her kostenlos sind... Gartenkalk usw. sind zwar nicht kostenlos, sind aber in jedem Garten vorhanden. Ich betreibe meine Farm schon einige Jahre und das ohne jegliches Problem und selten habe ich Flugtiere in der Farm. PH Wert habe ich in all den Jahren nur 2 mal gemessen, bei richtiger Fütterung ist das auch nicht nötig.
Breie lehne ich nach wie vor ab, sie verhindern den Sauerstoffaustausch und neigen dadurch zur Schimmelbildung. Auch wird durch die Zerkleinerung viel Gewebewasser freigesetzt und dieses Wasser kommt zu schnell in das Substrat, der Ärger ist vorprogrammiert. Ein Tipp zu einem Mörser oder ähnliches kann ich Dir somit nicht an die Hand liefern, ein Messer oder ein Wiegemesser, wie man es nimmt für die Zerkleinerung von Kräutern, kann ich aber empfehlen.
Eierschalen in Ehren, auch ich habe schon Eierschalen zerkleinert und in die Farm gegeben, diese Zeiten sind vorbei. Der Aufwand ist einfach zu groß und der Kalkbedarf der Würmer ist nicht so hoch als das man das machen muss. Eierschalen kann man zerdrückt gut in den Gartenkompost geben, hier können sie dann im laufe von Jahren zergehen und erfüllen ihren Zweck so auch noch.

In Kürze werde ich in diesem Forum den Neustart meiner Farm beschreiben, dies hat den letzten Winter leer gestanden. Bei diesem Neustart wird die Farm von Anfang an mit 20 bis 30 Liter Rohmaterial versehen werden. Erfahrungsgemäß gehe ich davon aus, dass ich auch hier mit keinerlei Problemen zu rechnen habe. Das Rohmaterial wird zwar auch zerkleinert, aber es wird kein Brei sein.
in bester Absicht, euer Kiko63505

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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon ringworm » 7. März 2013 23:29

Hallo Kiko,

Danke für den Tip mit den Bildern. Mal schauen, ob es jetzt klappt. Falls ja, werde ich mich vermutlich am WE an ein paar Bilder meiner Wurmfarm machen.

Bild

Erfahrungsaustausch in der Sache hatte ich bisher nur mit einem eher frustriertem Baustoffhändler aus Iquitos, der seine Wurmhumusfabrikation mangels Kaufinteresse für den allerdings auch recht teuer angebotenen Humus eingestellt hat. Immerhin konnte ich da seinerzeit einige Würmer zum Starten kaufen. Ansonsten hatte ich mir zum Geburtstag ein nicht sehr günstiges Startset aus England gewünscht, das "Worm Cafe". Da waren die besagten pellets dabei, die ich aber nur sporadisch verwendet habe.

"Natürlich" und "kostenlos" wären vermutlich ein abendfüllendes Thema; sehe das eher unverkrampft, mit dem Ziel, eine gut gedeihende Wurmzucht und einen glücklichen Wurmhalter hinzubekommen. Und natürlich ordentlich Wurmhumus für den Garten und eine reiche Gemüseernte. Dass ein Hobby zwangsläufig Geld oder zumindest Tauschwert kostet, ist für mich normal, selbst im Wald.

Demnächst dann mehr, HG,
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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 8. März 2013 21:24

Hallo Ringworm,

wie ich sehe hat es mit den Bildern gut funktioniert... die Links aus dem obigen Beitrag habe ich entfernt.

Die Sache mit dem abschnüren der Wurmenden, sieht man auf dem Bild sehr gut, dennoch kann ich nicht sagen um was es sich hier handelt. Ich vermute dennoch eine Art Mangelerscheinung oder ähnliches, ich gebe dem Substrat oder dessen Zusammensetzung irgendwie die Schuld. Vielleicht kannst Du uns ein mal mitteilen was Du genau fütterst und wie lange Du schon dieses Futter in die Farm gibst.
Ich würde vor allem das Substrat mal so richtig gut auflockern, einfach mit beiden Händen das Substrat wenden, aber richtig viel wenden. Den Würmern wird dabei nichts passieren, im Gegenteil, sie werden es begrüßen.

Das mit der Wurmzucht und guten Humus werden wir schon auf die reihe bringen denke ich, das ist leichter als man denkt. Ich selbst verwende schon seit einigen Jahren keine Fremddünger mehr und bin mit den Pflanzen zufrieden. Das betrifft sowohl den Garten als auch die Pflanzen im Zimmer.

Dein Wurmcafe kenne ich jetzt nur vom lesen in anderen Beiträgen. Da ich hier keinerlei Erfahrungen habe, kann ich auch nicht viel dazu sagen. Ich weiß allerdings, dass doch eine Menge Probleme mit diesen Farmen auf die Besitzer zukommen können. Vermutlich hängen diese Probleme aber nicht an der Farm, sondern an den Besitzern, die einfach aus falsch verstandener Tierliebe vieles falsch machen.
Weiterhin viel Spass mit der Farm und berichte uns bitte wie sich der Zustand der Würmer verändert.

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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon ringworm » 8. März 2013 22:36

Ja, vielen Dank. Werde am WE Deinen Tip mit Gartenerde bzw. halbwegs umgesetztem Laub verfolgen, und auch das "Durchpflügen. Hatte ich letztes WE auch schon gemacht.

Verfüttern tue ich eigentlich alles, was in der Küche anfällt, und in die Kiste gehört, also Küchenabfälle, Tee, Kaffee, einige Essensreste (kein Fleisch, milch, etc.). Möglicherweise übertreibe ich es ab und an etwas, wenn ich eine größere Menge Grünzeug beim Markt bekomme, die ich dann gemischt mit Küchensachen zerkleinere, und meist mit Dolomitkalk vermischt verfüttere. Möglicherweise ist davon dann auch zuviel drin? Auffällig ist die hohe Dichte an den kleinen, dünnen weißen Würmern (hatte sie für gr. Nematoden gehalten, hier gefunden dass sie Enchitraen heissen).

WormCafe war für den Anfang ganz gut, aber glaube, dass das Stapeln so nicht funktioniert, da dann die jeweils unterste Schale ziemlich abgedrückt wird, dann keine Luft mehr zirkuliert, und die Würmer dann flüchten. Hatte ich am Anfang erlebt. Wäre wohl zu vermeiden gewesen, wenn ich die Schalen nur mit eher wenig Substrat befüllt hätte, aber dann ist auch ziemlich wenig drin. Alles in allem keine so empfehelnswerte Konstruktion finde ich, zumal für den Preis. Baue mir jetzt nach einer auf You Tube gefundenen Anregung (Ausbruchssichere Wurmkiste?) aus Mörtelwannen Wurmkisten (bisher zwei, zwei in Arbeit), mit denen ich sehr zufreiden bin. Dazu mehr, wenn ich die Wurmfarm vorstelle. Hoffentlich So. HG,
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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 9. März 2013 08:14

Moin Ringworm,

So ein WormCafe mag vielleicht ok sein, sieht eigentlich auch gut aus und man kann es an vielen Plätzen aufstellen ohne das man Anstoß daran nimmt. Generell allerdings und das ist jetzt meine Meinung, sind diese Teile einfach zu teuer und nicht wirklich geeignet als Wurmfarm. Ich selbst würde mir somit niemals so ein Teil kaufen. Jeder Eimer, ab 10 Liter Inhalt mit Deckel, ist hier die bessere Wahl, diese sind kostenlos und bieten genug Volumen für den Inhalt an.
Ich habe im letzten Jahr einige Versuche gemacht mit diesen Eimern und es waren die besten Ergebnisse.

Mit dem Futter aus der Küche ist es so eine Sache, ich denke das ist zu einseitig. Viel, fast frisches Grünzeug, hat zwar einen hohen Gehalt an Sticktsoff, jedoch stimmt das ganze Verhältnis zum Kohlenstoff nicht. Auch denke ich es kommt zwangsläufig zu Mangelerscheinung in der Farm. Zu allem Übel wird die Farm dann auch noch zu nass vom vielen Gewebewasser aus dem Grünzeug.

Was nun die kleinen weißen Würmer angeht, man sagt es wäre ein Indikator für saures Substrat, diese sind aber in der Farm ein wichtiges Getier. Ich bestätige jetzt allerdings nicht das Enchys ein Indikator sind, denn diese kommen überall im Kompost vor. Ein überprüfen des PH Wertes allerdings wäre schon empfehlenswert.
Man sieht oftmals sehr viele Enchys und dann sind mal alle wieder verschwunden, hinter dieses Geheimnis bin ich allerdings noch nicht gekommen. Letztendlich allerdings ist es egal, Hauptsache sie sind da.

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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon ringworm » 20. März 2013 13:14

Hallo Kiko,

habe nun doch etwas länger gebraucht, um wieder zu posten, aber so viel scheint hier im Forum ja auch nicht los zu sein...

Deine Bedenken hinsichtlich grüner Küchenabfälle verstehe ich ehrlich gesagt nicht so, da ich denke, dass die Würmer das schon gut verspeisen können. Sind Pflanzen in der Zusammensetzung denn nicht ausgewogen? Womit fütterst Du statt dessen?

Mit dem Gewebewasser hast Du sicher recht, es sollte nicht zu feucht werden. Prinzipiell habe ich das Häckseln aber noch nicht abgeschrieben, insbesondere, weil es die Fruchtfliegenplage doch sehr reduziert hat. Das ist zumindest im Haus, ein wichtiger Aspekt. Möglicherweise sollte ich also eher aufpassen, nicht zu viel auf einmal zu füttern, hoffe, dann läuft es wieder runder.

pH sollte ich wohl wirklich mal messen, weiss bloß nicht, wo mein Lackmuspapier hingekommen ist. Das Auf und Ab der Enchytraetenpopulation finde ich auch sehr sopannend.

Zu Deiner berechtigten Kritik am WormCafe System gehe ich bei der Vorstellung meiner Kisten ein. HG,
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Re: Perlschnurkrankheit

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 23. März 2013 10:53

Moin Ringworm,

habe nun doch etwas länger gebraucht, um wieder zu posten, aber so viel scheint hier im Forum ja auch nicht los zu sein...


Wirklich viel los ist in meinem Forum nicht, aber das liegt zum einen daran, das es genug gewerbliche Seiten gibt, ich keinerlei Werbung mache und das eine Wurmfarm doch eher ein Nischenhobby ist. Wie auch immer, ich freue mich über jeden Besucher und über jeden Beitrag und ich selbst benutze diese Seiten eher als Nachschlagewerk für mich selbst.

Deine Bedenken hinsichtlich grüner Küchenabfälle verstehe ich ehrlich gesagt nicht so, da ich denke, dass die Würmer das schon gut verspeisen können. Sind Pflanzen in der Zusammensetzung denn nicht ausgewogen? Womit fütterst Du statt dessen?


Generell kommen die Kompostwürmer, inklusive aller anderen Lebensformen, mit jeglicher Art von Bioabfall klar. Das Endergebnis Humus allerdings ist immer abhängig vom Ausgangsmaterial. Grünfutter zB. hat einen hohen Anteil von Stickstoff, was schnelllebigen Humus liefert. Dieser Humus ist eine wahre Wachstumsspritze bei Pflanzen, ist aber auch schnell wieder verbraucht.
Jede Pflanze hat ihre eigene Zusammensetzung und jede Pflanze liefert nur eine bestimmte Art von Humus. Je nach Zustand der Pflanze beinhaltet diese auch mehr oder weniger Kohlenstoff, junge und grüne Pflanzen haben somit viel Stickstoff, ältere und verholzte oder vertrocknete Pflanzen haben mehr Kohlenstoff. Von den anderen Stoffen will ich mal nicht reden, aber auch hier hat jede Pflanze ihren eigenen Anteil.
Als ich meine Wurmfarm in Betrieb genommen habe, gab es eine Menge Zeit, die ich dann für die suche nach Infos zu Humus verwendet habe. Diese Zeit hat mir doch das eine oder andere Auge in Sachen Humus geöffnet und ich sehe Humus nun mit anderen Augen.
Wichtig bei Humus ist zum einen das C/N Verhältnis, was nichts anderes bedeutet wie das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff und das es verschieden Arten von Humus gibt. Man sollte auch wissen das Humus niemals gleich ist und sich ständig ändert und das durch diese Veränderung der Humus auch unterschiedlich auf Pflanzen wirkt.
Kurz gesagt, je vielfältiger das Ausgangsmaterial ist, um so vielfältiger ist das Ergebnis Humus. Hier kommen aber dann noch Zuschlagstoffe ins Spiel mit denen an Humus aufwerten kann.

Mehr dazu findest in meinem Forum.

Womit fütterst Du statt dessen?

Generell füttere auch ich Rüstabfälle aus der Küche, gebe aber auch zB. Brennnesseln hinzu. Diese in frischer und trockener Form. Ich gebe auch frische Pferdeäpfel in die Farm, diese decken ca. 50% des Futters. Weiterhin gebe ich Zuschlagstoffe wie Steinmehl. minimale Klakmengen, Bentonit und Holzkohlegrieß in die Farm.

pH sollte ich wohl wirklich mal messen,


das ist zu empfehlen, kann aber nach 2 oder 3 maliger Messung komplett wegfallen. In der Regel und bei ausgewogener Fütterung, stellt sich das System auf einen PH Wert um PH 6,??? ein und das ist ein guter Wert.

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