Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

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Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Josh » 7. November 2013 13:06

Hallo zusammen

Ich wohne in einem Solo-Haushalt in einer Dachwohnung, und ich habe eine tolle Dachterrasse. Nun möchte ich eine Wurmfarm in meinem Bad installieren. Zuerst wollte ich eine selber basteln, aber da ich sie wie erwähnt in meinem Wohnraum aufzustellen beabsichtige, soll sie 100% narrensicher sein und nicht mit bösen Überraschungen aufwarten.

Folgende Wurmfarmen habe ich rausgesucht.

WormCafe Wurmkomposter inkl. Komposterwürmer & Zubehör, €136.-
http://www.wurmhandel.de/g-rtner/kompos ... ster/a-29/

LOMBRICO „Kleine Wurmfarm“ Indoor mit Zubehör & Kompostwürmern, €96.-
http://www.wurmhandel.de/g-rtner/kompos ... door/a-25/

"Lombrico" Wurmfarm Start Set mit Kompostwürmern, €132.-
http://www.unerwünschtes Wort.de/shop/product_i ... rmern.html

Wurmkisten Start Set "Worm Works", €119.-
http://www.unerwünschtes Wort.de/shop/product_i ... orks-.html

Wurmfarm Starter Set mit Kompostwürmern: "Wurm Cafe", €135,95.-
http://www.unerwünschtes Wort.de/shop/product_i ... cafe-.html

(Wobei ich denke, dass das erste und letzte Produkt dasselbe sind.)

Vielleicht könnt ihr mir zu folgenden Fragen eure Meinung sagen:

1) Macht es Sinn, als 1-Personenhaushalt (manchmal 2) eine Wurmfarm zu kaufen, die für 2-4 Personen gedacht ist? Oder hätte das negative Seiteneffekte?
2) Geht wirklich keine Geruchsemission von der Wurmfarm aus? Immerhin würde sie in meinem Badezimmer stehen.
3) Kann man die Farm auch mal ein paar Tage alleine lassen?

Danke bestens für eure Meinungen. :-)
Josh
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 7. November 2013 20:11

Hallo Josh,

willkommen im kleinen Forum der Wurmzüchter.


1) Macht es Sinn, als 1-Personenhaushalt (manchmal 2) eine Wurmfarm zu kaufen, die für 2-4 Personen gedacht ist? Oder hätte das negative Seiteneffekte?


Eine Wurmfarm macht immer Sinn sofern man mit Pflanzen zu tun hat und der Umwelt was gutes tun will. So eine Wurmfarm bedarf auch nicht viel Pflege, so das man ruhig einige Tage abwesend sein kann. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass ein ein Solomann eher weniger Wurmfutter zu Hause hat als eine Solofrau.

2) Geht wirklich keine Geruchsemission von der Wurmfarm aus? Immerhin würde sie in meinem Badezimmer stehen.


Im Sommer im Freien im Winter im Bad ist eine gute Wahl, wobei im Sommer auf Überhitzung zu achten ist, denn diese kann die Würmer töten. Geruchsfrei ist eine Wurmafram allerdings nie, wobei eine gut funktionierende Wurmfarm angenehm nach Waldboden riecht. Stinkt eine Wurmfarm dann ist was nicht in Ordnung und schnelles handeln ist angesagt. Mehr dazu findest in meinem Frum beim stöbern.

Deine ausgesuchten Wurmfarmen sind alles andere als Narrensicher, denn ich kenne nicht einen Wurmfarmbesitzer der mit diesen Farmen am Anfang keine Probleme hatte. Ich selbst werde deshalb nicht eine dieser Farmen empfehlen, alleine schon um dem Ärger aus dem Weg zu gehen... Mit ein wenig geschick kannst Dir aber eine Farm aus Holz selbst bauen, das ist recht einfach 7und ist mit die beste Lösung. Diese Farmen sind fast Narrensícher und sollte selbst am Anfang keine Probleme bereiten. Sollten Fragen hierzu entsehen, so beantworte ich diese gerne.
Wenn Du Dir absolut nicht sicher bist was Du willst, empfehle ich über den Winter mein Dendroversuch. Das ganze kostet kaum 5€ und in einigen Monaten hast gtenug Erfahrungen um zu sagen wie Du weiter machen willst. Lese einfach hierzu meine Erfahrungen hier nach gesammelte-beitraege-f44/das-dendroexperiment-t121.html%20
Weiterhin viel Spass beim lesen

Kiko 63505
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Biene » 8. November 2013 14:16

Hallo Josh,

wir sind zuhause zu zweit und ich kann längst nicht alle Gemüseabfälle verfüttern, die bei uns so anfallen. Wir essen fast immer abends Salat oder Gemüse, und ich gebe den Würmern hauptsächlich die schön labberigen Salat-Abfallblätter, die gehen gut weg ;)
Es hängt viel davon ab, was Du so ißt. Aber Kaffeeprütt/Tee und zur Not etwas Unkraut vom Spazierengehen läßt sich ja immer besorgen. Und immer schön mit Wasser einsprühen!

Meine Wurmbox riecht, wenn überhaupt, etwas erdig. Keinesfalls unangenehm. Da ist aber auch keine Pferdekacke drin und ich füttere nicht mehr, als auch von den Würmern innerhalb von ein paar Tagen verwertet werden kann (am Anfang mit Wenig anfangen, man kriegt bald ein Gefühl für die Menge).

Man kann die Farm eine Weile alleine lassen. Es mangelt bei mir nach ein paar Tagen meist eher an Feuchtigkeit, als an Futter. Als ich im 3 Wochen im Urlaub war, habe ich etwas mehr Futter draufgemacht als sonst (die kommen auch mal ein paar Wochen ohne Frisches aus), aber ich habe 4 Blumat-Pflanzenbewässerungskegel mit Wassergefäßanschluß in den Humus gesteckt, damit nicht alles austrocknet. Das hat wunderbar funktioniert!
Ich habe "Meine kleine Farm" von Vermigrand, die ist 100% dicht und gut zu handhaben und es gibt sogar ein Abflußschläuchlein für Wurmpipi. Kann ich empfehlen.

http://www.vermigrand.eu/kompostierungs ... 7be676632e

Viele Grüsse,
Biene
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 9. November 2013 06:45

Moin Biene und alle andern...

Das Modell "Grant" ist schon in Ordnung und auch gut durchdacht. Bei Sachgemäßem Umgang mit der Farm dürften sogar die "Wurmwanderungen" der Vergangenheit angehöhren. Eine Überfeuchtung der Farm dürfte auch eher seltren sein da der Austausch von Sauerstoff gewährleistet ist. Der Preis allerdings ist sehr hoch und es muss jeder wissen was Ihm/Ihr die Sache Wert ist. Auch jetzt spreche ich keine Empfehlung aus.

aber ich habe 4 Blumat-Pflanzenbewässerungskegel mit Wassergefäßanschluß in den Humus gesteckt

Der Tipp ist wirklich gut und ich Danke Dir dafür.

Meine Wurmbox riecht, wenn überhaupt, etwas erdig. Keinesfalls unangenehm.


Solange eine Wurmfarm biologisch in Ordnung ist, wird diese niemals stinken, das gleiche trifft auf einen Kompost zu. Unangenehme Gerüche deuten immer auf Fäulnis hin die auf keinen Fall erwünscht ist, weder in der Farm noch in einem Komposthaufen.
Also Glückwunsch zu deinem Wurmhändchen.

Auch Pferdeäpfel haben in einer Farm keinen unangenehmen Geruch, zur Not kann man diese auch ein wenig abdecken mit dem Humus in der Farm. Im Unterschied zu den Küchenabfällen allerdings, sind diese sofort als Futter verwertbar. Salat, oder sonstige Küchenabfälle sind erst nach Tagen oder gar Wochen als Wurmfutter verwertbar, was daran liegt das sich das Ausgangsfutter erst zersetzen muss, denn Würmer fressen nicht sondern sie schlürfen. Mit anderen Worten, das Futter muss "flüssig" sein.
Euch einen schönen Samstag

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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Josh » 9. November 2013 16:13

Danke euch allen für eure Meinungen.

1) Macht es Sinn, als 1-Personenhaushalt (manchmal 2) eine Wurmfarm zu kaufen, die für 2-4 Personen gedacht ist? Oder hätte das negative Seiteneffekte?


Was ich damit meine: würde es ein Problem darstellen, wenn man eine Wurmfarm der Grösse 2-4 Personen hätte, aber niemals soviel Abfälle produziert wie 2-4 Personen? Die Überlegung, die ich mir mache, ist, dass ich die Wurmfarm zwar jetzt alleine kaufe, sie aber als Investition in die Zukunft ansehe, die ich hoffentlich auch in 10 Jahren noch benutze, und bis dahin sich mein Haushalt möglicherweise deutlich vergrössern könnte. Denn wenn ich jetzt eine Wurmfarm für 1-2 Personen kaufe, wird diese irgendwann zu klein sein für die anfallenden Küchenabfälle.

Deine ausgesuchten Wurmfarmen sind alles andere als Narrensicher, denn ich kenne nicht einen Wurmfarmbesitzer der mit diesen Farmen am Anfang keine Probleme hatte.


Was für Probleme tauchen denn da typischerweise auf? Und mit "am Anfang" meinst du, dass man als Anfänger Fehler macht, und später mit etwas Erfahrung passiert das dann zunehmend weniger?

Kannst du bitte kurz erläutern, weshalb eine Holzkisten-Wurmfarm weniger problematisch ist? Für mich als unbedarften Anfänger tönt es so, als wäre eine "fertig-Wurmfarm" aus Plastik viel einfacher, als eine selbst zusammengebastelte Holzbox?

Und was macht denn das Modell "Grand" so anders, dass sie "narrensicherer" sein soll als die anderen Modelle? Auf den ersten Blick sehe ich, dass sie nur aus einem Körper besteht (so wie die Holzkiste?), und die anderen Modelle aus stapelbaren Modulen. Was macht denn dieser Unterschied wirklich aus? Und wie kommt man an den Humus? Mich dünken da mehrere Schichten, die unabhängig sind voneinander, viel besser handhabbar..?

Danke nochmals für die Infos! Ich gehe jetzt eine Woche in die Ferien, und danach möchte ich mir zum 30. Geburtstag selber eine solche Farm bestellen! Endlich mal ein sinnvolles Geschenk! :D
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 9. November 2013 17:18

Hallo Josh,

Die Überlegung, die ich mir mache, ist, dass ich die Wurmfarm zwar jetzt alleine kaufe, sie aber als Investition in die Zukunft ansehe, die ich hoffentlich auch in 10 Jahren noch benutze, und bis dahin sich mein Haushalt möglicherweise deutlich vergrössern könnte.


Ich hoffe nun wirklich, dass es bald eine größerer Familie gibt und die auch sehr sehr lange glücklich bestehen mag. Alle Kauffarmen sind eigentlich auf eine Verarbeitung von einem 4 Personenhaushalt ausgelegt. Kleiner macht auch wirklich kein Sinn, was aber eher was mit dem Biotop Wurmfarm zu tun hat, denn das ist eine eigene Welt die man verstehen lernen muss, Vergrößern kannst in einigen Jahren immer noch. Die Größe selbst ist auch abhängig vom Standort... Wohnung oder Keller oder im Freien. Generell sage ich aber mal das der Inhalt mindestens 20 Liter haben sollte damit sich das Leben dort auch entfalten kann.
Zu wenig Futter kann man immer ausgleichen, hierzu sind zB Wildkräuter eine gute Wahl. Generell sollte man vielfältiges Futter geben, das beeinflusst später die Wertigkeit des Humus.

Was für Probleme tauchen denn da typischerweise auf? Und mit "am Anfang" meinst du, dass man als Anfänger Fehler macht, und später mit etwas Erfahrung passiert das dann zunehmend weniger?


Eine Wurmfarm muß man verstehen nund das kommt mit der Zeit von alleine. Die meisten Wurmfarmer klagen über auzsbrechende Würmer, was sehr unangnehm ist, wenn eine Farm in der Wohnung steht. Der Grund hierfür ist strittig, ich jedoch sage, das es am frischem Substrat liegt. Hier finden die Würmer weder Nahrung, noch all das Kleingetier, welches in einer Wurmfarm lebt. Erst wenn sich das alles eingespielt hat wird es Ruhe geben. Die Grandfarm zB dürfte auf Grund des Netzes sicher sein vor Wurmfluchten.

Kannst du bitte kurz erläutern, weshalb eine Holzkisten-Wurmfarm weniger problematisch ist?


Ich will jetzt nicht sagen das diese weniger Problematisch sind, denn meistens sind es Fehler der Besitzer, die sich negativ auswirken. Der Vorteil einer Holzkiste allerdings ist das Material Holz. Holz naturbelassen hat alle Eigenschaften die in der Natur vorkommen, es speichert und gibt ab, es atmet und diffudiert, all das kann Plastik nicht. So eine Holzkiste kann man mit Häusern vergleichen die Biologisch gebaut sind. Sofern man diese Kiste richtig baut wird es auch keine Wurmfluchten geben, denn die Kiste ist rundum zu und dennoch atmet diese. Sie gibt Feuchtigkeit nach aussen ab und bringt Sauerstoff ins innere.
Lese einfach mal im Forum den Beitrag hier nachzulesen

Viel Spass im Urlaub

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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Josh » 11. November 2013 18:11

Danke erneut für die aufschlussreiche Antwort.

Ich bin jetzt sehr nahe dran, mir eine Farm zu kaufen. Selbst basteln ist momentan keine Option für mich.

Nochmal zum Thema "Mehrere Schichten vs. ein einzelner Körper": Das Modell "Grand" ist den Holzkisten ja sehr ähnlich, bzw. ich nehme jetzt mal an, dass der Ernteprozess bei beiden derselbe ist. Dieser tönt aber ziemlich aufwändig, da man Schicht für Schichte abtragen und aufpassen muss, dass man keine Würmer mit abträgt, bzw. man muss diese wieder rausfiltern und zurück in die Wurmkiste tun. Das tönt schon viel umständlicher als die Mehrschichtvariante, wo der unterste Level theoretisch wurmfrei sein sollte, wenn man ihn entfernt und leert. Ist das so? Ich bin ein eher "fauler" Mensch in gewissen Belangen und stelle es mir wünschenswert vor, dass man bei der Humusernte möglichst wenig tun und sich die Hände schmutzig machen muss. ;)

Könntest du denn vielleicht nochmal auf die angedeuteten Probleme bei den Plastikfarmen eingehen? Angenommen man bedient die Wurmfarmen so, wie vorgesehen, was für Probleme können sich dann ergeben? Und wenn du jetzt doch eine Empfehlung aussprechen müsstest, welche wäre es? :? 8-)
Josh
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 11. November 2013 21:28

Hi Josh,

wenn ich empfehlen würde so würde ich eine Holkiste empfehlen, denn diese hat nur einen einzigen Fehler, auch hier leben die Würmer nicht in Freiheit. Sicherlich gibt es viele und gute Gründe für Palstikfarmen und jeder muss für sich entscheiden was er/sie mag.
Was die Ernte von Wurmhumus angeht, so ist diese leichter als man sich das denkt und gegen schmutzige Finger helfen Handschuhe. Generell allerdings sage ich es nochmal in aller Deutlichkeit... wer mit naturbelassenem Wurmhumus arbeitet, wird irgendwann Würmer in den Blumentöpfen haben. Milben und sonstiges Kleingetier, wird es sich auch gemütlich machen in den Blumentöpfen, was aber nooch lange nicht "igitt" oder sowas ist. All diese Lebensformen sind an den Blumentopf gebunden und sterben schnell wenn sie diesen verlassen. Biologisch sind diese Lebensformen in den Blumentöpfen von Vorteil.
Mein vorschlag wäre... fange mal klein an und warte ab was passiert.

Viel Spass noch

Kiko63505
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Biene » 13. November 2013 23:48

Hallo Josh, hallo Kiko,
bezüglich der Humusernte kann ich theoretisch mitteilen, wie das bei meiner "kleinen Farm" gedacht ist. Ich habe sie seit März und sie ist noch nicht mal halb voll, so daß ich selbst noch keinen Humus entnommen habe.
Meine Box ist ja so eine Art großer viereckiger Blumenkübel. Unten mit Schlauchanschluß, der nach oben gebogen befestigt ist, so daß man überschüssige Flüssigkeit damit ablaufen lassen kann. Unten in den Kübel kommt ein Drahtrost, der als Abstandhalter nach unten fungiert, so daß Feuchtigkeit abtropfen kann. Auf dem Drahtgestell liegt ein dickes schwarzes Vlies, darauf baut man aus zerkleinertem, gewässertem Wellkarton das Nest für die Würmer. Darauf kommen dann Würmer und Nahrung.
Zum ernten soll man ca. 2 Wochen nichts füttern. Dann das mitgelieferte Plastiknetz (etwa wie ein Zwiebelnetz) auflegen, darauf ein neues Kartonbett bauen und frisches Futter auflegen. Der Plan ist jetzt, daß nach ein paar Tagen die Würmer durch die Maschen aufsteigen ins neue Kartonbett und zum neuen Futter. Wenn möglichst alle oben sind :geek: kann man das Netz mit den Würmern abheben. Dann gilt es schnell den Humus zu entnehmen. Wahrscheinlich oben abschaufeln und unten rum kann man wahrscheinlich das Vlies abheben. Dann die Box säubern, Rost und Vlies wieder rein, Netz mit dem neuen Karton, Futter und Würmern vorsichtig auf das Vlies befördern und Netz entfernen bis zur nächsten Ernte.
Dann muß man wahrscheinlich aus dem entnommenen Haufen die dort verbliebenen Kellerasseln und Würmer noch raussuchen und zurücksetzen sowie den Humus durchsieben oder zerkleinern, fertig.
Ich bin selbst gespannt, wie gut die Netz-Methode (die man ja in jeder beliebigen Box selbst durchführen könnte) funktioniert.
Ausserdem frage ich mich, ob ich den Humus wirklich durch unser grobes Küchensieb kriege :?
In welche großen Behälter fülle ich den ungesiebten und den gesiebten Humus? Das wird ein schönes Gematsche!
Und der Ernte-Zeitpunkt muß stimmen: der Humus soll dann ja gleich in passender Menge auf die richtigen Pflanzgefässe verteilt werden. :mrgreen:

Was Plastik oder Holz angeht war mir selbst ein dichtes Plastikgefäß für den Innenraum (Parkettfußboden) angenehmer. Mein Mann hat für unseren Kübel noch einen passendes Rollbrett mit umlaufender Leiste gebaut, so daß ich die Box immer prima unter dem Tisch hervorziehen kann, wenn ich füttern will. Oben rum ist die Box übrigens ebenfalls mit dem schwarzen Vlies geschlossen, das durch einen Gummizug fest um die Kübelkante abschließt. Da ist noch kein einziges Tierchen entwichen, aber meine Bewässerungsschläuchlein für den Urlaub konnte man damit trotzdem umschließen.

Viele Grüsse,
Biene
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Re: Welche Wurmfarm würdet ihr empfehlen?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 14. November 2013 06:26

Hllo Biene,

Deine Beschreibung entspricht eigentlich allen Standartbeschreibungen die den Wurmfarmen beigelegt sind und die sind schon in Ordnung so.
Der Aufabu Deiner Farm allerdings ist ein wenig anders als bei den "Etagenfarmen" und es wird sich zeigen ob dieses System bessser ist als die bisher genannten Systeme. Einen großen Nachteil sehe ich in der Wurmteeebene, denn wenn sich da Würmer hin verirren, was oft passiert ist bisher, werden diese sterben. Man hat ja so kaum die Möglichkeit die Wurmteeebene zu kontrollieren. Aber wie gesagt, es bleibt einfach abzuwarten.
Die Humusernte ist ein wenig Zeitaufwendig aber dennoch recht einfach. Den entnommenen Humus legt man auf eine Unterlage und bestrahlt alles mit hellem Licht. Würmer und anderes Kleingetier mögen kein Licht und zihen sich in die Tiefe zurück. So kann man den oberen Humus langsam abtragen. Was allerdings unvermeidlich ist sind die Wurmeier im Humus, die man hier und da einfach bei der Ernte übersieht und diese landen unweigerlich im Blumentopf Lol.
Mittlerweile nehme ich Humus bei Bedarf aus der Farm indem ich eine Handvoll entnehme, diese kurz auf Würmer durchsuche und ab in den Topf damit. Das ist schnell passiert und mir ist es egal ob noch ein Wurm im Substrat ist.

Kleiner Tipp meinerseits, lockere den Boxeninhalt ab und zu auf.

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