Würmer hören nicht auf zu flüchten

Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

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Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Tagtraumtiger » 26. Oktober 2017 09:52

Hallo ihr,

wi ich gerade in meiner Vorstellung schon angedeutet hatte, läuft es bei mir leider alles andere als optimal.
Ich versuche einfach, alles Wissenswerte niederzuschreiben, damit ihr eine Vorstellung bekommt.

Ich habe meine Kiste seit August (von Nutzmüll e.V. mit ein paar Würmern plus Substrat für den Start). Dann habe ich noch ein paar Dendrobenas aus dem Angelladen geholt, später dann noch welche von einer Bekannten aus dem Kompost. Aber natürlich war das alles noch zu wenig. Also habe ich nach ein paar Wochen eine Tausender-Bestellung einer Wurmmischung bei unerwünschtes Wort gemacht. Und ab da fingen die Probleme richtig an. Vorher hatte ich quasi nur die Sorge, dass es so wenige sind und das Ganze nicht richtig in Gang kommt. Nun habe ich dauernd das problem, dass sie anfangen zu türmen, sobald der Kistendeckel längere Zeit auf der Kiste ruht :evil: Wir haben nachts das Licht an und den Deckel ob, damit sie nicht rauskommen. Ich habe darauf aber keine Lust mehr. Vereinzelte flüchtende Würmer habe ich sogar schon in den Garten gesetzt.

Die Kiste steht bei uns in der Küche als 4. Stuhl sozuagen. Bis auf das Herumlaufen am Tisch gibt es keine krassen Erschütterungen - außer vielleicht von unseren Gymnastikbällen, die mal dagegenstoßen. Ich weiß nicht, ob sich das so gravierend auswirken kann...?!

Wir füttern Küchenabfälle (fast alles aus Bio-Anbau) und achten darauf, keine Zwiebelschalen oder sowas reinzutun. Auch nur unbedenkliches Papier. Sie kriegen jetzt auch Mineral Mix und Urgesteinsmehl. Wenn ich Pferdemist finde, kommt er auch rein.
Eine Zeit lang war es wohl nicht feucht genug in der Kiste, das haben wir aber mittlerweile im Griff.
Auch Fäulnisnester habe ich gefunden und durch Umschichten in die andere Kistenkammer hoffentlich aufgehoben. Suerstoffmangel vermute ich daher auch nicht.
Was mich so irritiert: Die Würmer kriechen sehr gerne in die leere Kammer und ballen sich da zusammen. Sie lieben die Ecken, kriechen in die Fugen und kommen teilweise aus kleinen Spalten aus der Kiste (vereinzelt zum Glück nur). Und natürlich unermüdlich aus der Kiste kriechen. Ich verstehe einfach nicht, was sie so stresst. Sie haben noch so viel Futterreste.

Ich habe noch nirgends gelesen, dass jemand das Problem hattte, dass die Würmer dauerhaft flüchten wollen, was mich sehr traurig macht. Ich gebe mir wirklich Mühe und bin ausdauernd, aber ich will nicht so viel Zeit in die Beobachtung Pflege stecken und dann doch wieder fliehende Würmer einsammeln.

Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt. Ich war schon kurz davor, das Handtuch zu schmeißen. :cry:
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Franca » 26. Oktober 2017 11:22

Hey, ich habe auch seit August so eine Nutzmüll-Kiste in der Küche :-)

Dein Wurmflucht-Problem hört sich für mich danach an, dass das Ökosystem der Kiste die vielen Würmer noch nicht ernähren kann, vielleicht gefällt ihnen der pH-Wert auch nicht ? Hast Du so ein Testgerät ? Mein Tipp wäre: Hol Dir eine ganze Menge Muttererde aus einen Garten oder einem Park, am besten mit kleinen Wurzeln von Pflanzen drin (zB. Graswurzeln), füll das unten in die leere Kistenseite, und schau mal, ob sich die Würmer darauf stürzen.

Mir ist aufgefallen, dass im Starterpaket von Nutzmüll praktisch nur Würmer waren und kaum Milben, Springschwänze und andere Krabbler. Das führt dazu, dass Gemüseabfälle nur sehr langsam für die Würmer genießbar werden. Ist das bei Dir auch so ?

Wurmige Grüße !
Franca
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 26. Oktober 2017 18:58

Tagtraumtiger hat geschrieben:
Wir füttern Küchenabfälle (fast alles aus Bio-Anbau) und achten darauf, keine Zwiebelschalen oder sowas reinzutun. Auch nur unbedenkliches Papier. Sie kriegen jetzt auch Mineral Mix und Urgesteinsmehl. Wenn ich Pferdemist finde, kommt er auch rein.


Wieviel Grundsubstrat, in das sich die Würmer zurückziehen können, ist vorhanden?
Franca's Vorschlag mit Muttererde aufzufüllen ist sehr gut. Falls Du Angst vor unerwünschten Besuchern in der Wurmkiste hast, kann die Erde auch im Backofen erhitzt werden. So habe ich
vor Jahren einmal angefangen, als mir das alles etwas unheimlich war.

Wie groß sind die Abfälle, die Du hineingibst und vor allem welche Menge? Wenn Du mehrere Fäulnisnester hast, ist meist zu viel Futter in der Kiste.
Hör ein paar Tage auf zu füttern und gib die Muttererde. Wenn dann Ruhe einkehrt, warte nochmals ein paar Tage und fang dann langsam wieder an zu füttern. Kleingeraspelter Bioabfall -
aber nicht pürrieren! (Würmer verhungern nicht so schnell, sie werden erstmal etwas kleiner.

Die Kiste steht bei uns in der Küche als 4. Stuhl sozuagen. Bis auf das Herumlaufen am Tisch gibt es keine krassen Erschütterungen - außer vielleicht von unseren Gymnastikbällen, die mal dagegenstoßen.


Mein kleines Kistenfach wiegt mittlerweile knappe 17 kg. Das ist sehr schwer und manchmal tut es richtige Schläge und Ruckler, wenn ich das Fach umstellen muß um an die untere Kiste mit dem
fertigen Wurmhumus zu kommen - und zur Belüftung. Da ist noch kein Wurm geflüchtet. An diese Erschütterungstheorie, glaube ich nicht.
Kann eigentlich von allen Seiten Luft an das Holz?

Ich habe noch nirgends gelesen, dass jemand das Problem hattte, dass die Würmer dauerhaft flüchten wollen, was mich sehr traurig macht


Oh doch, da könnte ich Dir Geschichten erzählen ....
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Ich war schon kurz davor, das Handtuch zu schmeißen.


Das Handtuch bringt mich auf eine Idee. Du könntest oben drauf ein dünnes Baumwolltuch/altes dünnes T-Shirt ... oder am besten Moos legen.

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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Tagtraumtiger » 26. Oktober 2017 21:43

Ihr Lieben, ich danke euch sehr herzlich. Ich werde morgen gebührend auf eine tollen Ideen eingehen! Habe gerade Besuch.
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Tagtraumtiger » 27. Oktober 2017 10:29

So, nun komme ich zum ausführlichen Antworten :)

Franca hat geschrieben:Hey, ich habe auch seit August so eine Nutzmüll-Kiste in der Küche :-)

Dein Wurmflucht-Problem hört sich für mich danach an, dass das Ökosystem der Kiste die vielen Würmer noch nicht ernähren kann, vielleicht gefällt ihnen der pH-Wert auch nicht ? Hast Du so ein Testgerät ? Mein Tipp wäre: Hol Dir eine ganze Menge Muttererde aus einen Garten oder einem Park, am besten mit kleinen Wurzeln von Pflanzen drin (zB. Graswurzeln), füll das unten in die leere Kistenseite, und schau mal, ob sich die Würmer darauf stürzen.

Mir ist aufgefallen, dass im Starterpaket von Nutzmüll praktisch nur Würmer waren und kaum Milben, Springschwänze und andere Krabbler. Das führt dazu, dass Gemüseabfälle nur sehr langsam für die Würmer genießbar werden. Ist das bei Dir auch so ?

Wurmige Grüße !
Franca


Wurmige Grüße zurück! :D

Ich glaube, da hast du absolut ins Schwarze getroffen. Ich habe kaum Krabbelwesen außer den Wümern im Nutzmüll-Grundsubstrat gesehen und auch insgesamt sehe ich selten welche in der Kiste :? Von daher finde ich deinen Tipp mit der Erde und den Wurzeln Gold wert. Ich war auch schon im Garten und habe was geholt. Der test läuft jetzt ab 10 Uhr.
Ein Testgerät habe ich nicht, aber weil ich mit Urgesteinsmehl arbeite und nicht nur Obstabfälle reintue, glaube ich nicht, dass es das Hauptproblem ist.
Im Prinzip geben wir viel Kräuterteereste rein, Kartoffelschalen, Gemüse-Schnippelabfälle, Kartonage/Papier und Haare. Wobei ich Letzteres jetzt bissl zurückfahren will, weil wir schon viel reingetan hatten und das so krasse "Netze" macht mit dem restlichen Kompost.


Wurmbär hat geschrieben:
Tagtraumtiger hat geschrieben:
Wir füttern Küchenabfälle (fast alles aus Bio-Anbau) und achten darauf, keine Zwiebelschalen oder sowas reinzutun. Auch nur unbedenkliches Papier. Sie kriegen jetzt auch Mineral Mix und Urgesteinsmehl. Wenn ich Pferdemist finde, kommt er auch rein.


Wieviel Grundsubstrat, in das sich die Würmer zurückziehen können, ist vorhanden?
Franca's Vorschlag mit Muttererde aufzufüllen ist sehr gut. Falls Du Angst vor unerwünschten Besuchern in der Wurmkiste hast, kann die Erde auch im Backofen erhitzt werden. So habe ich vor Jahren einmal angefangen, als mir das alles etwas unheimlich war.

Wie groß sind die Abfälle, die Du hineingibst und vor allem welche Menge? Wenn Du mehrere Fäulnisnester hast, ist meist zu viel Futter in der Kiste.
Hör ein paar Tage auf zu füttern und gib die Muttererde. Wenn dann Ruhe einkehrt, warte nochmals ein paar Tage und fang dann langsam wieder an zu füttern. Kleingeraspelter Bioabfall -
aber nicht pürrieren! (Würmer verhungern nicht so schnell, sie werden erstmal etwas kleiner.

Die Kiste steht bei uns in der Küche als 4. Stuhl sozuagen. Bis auf das Herumlaufen am Tisch gibt es keine krassen Erschütterungen - außer vielleicht von unseren Gymnastikbällen, die mal dagegenstoßen.


Mein kleines Kistenfach wiegt mittlerweile knappe 17 kg. Das ist sehr schwer und manchmal tut es richtige Schläge und Ruckler, wenn ich das Fach umstellen muß um an die untere Kiste mit dem
fertigen Wurmhumus zu kommen - und zur Belüftung. Da ist noch kein Wurm geflüchtet. An diese Erschütterungstheorie, glaube ich nicht.
Kann eigentlich von allen Seiten Luft an das Holz?

Ich habe noch nirgends gelesen, dass jemand das Problem hattte, dass die Würmer dauerhaft flüchten wollen, was mich sehr traurig macht


Oh doch, da könnte ich Dir Geschichten erzählen ....
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Ich war schon kurz davor, das Handtuch zu schmeißen.


Das Handtuch bringt mich auf eine Idee. Du könntest oben drauf ein dünnes Baumwolltuch/altes dünnes T-Shirt ... oder am besten Moos legen.

Hoffnungsvolle Grüße auf Besserung des Holzkistenbewohner
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Hallo Wurmbär,

ich hab die Erde nicht in den Backofen getan, ich harre mal nicht der Dinge, die da hoffentlich nicht kommen *hust*
Das mit dem Moos ist genial, das habe ich gleich mal umgesetzt. Unser Garten ist voller Moosplatten, die beim Drüberlaufen gelöst werden. Da musste ich nicht mal welches gewalttätig ablösen. Ich habe jetzt die gesamte Hauptkammer, in der auch das Futter und die bereits verarbeitete Erde drin ist, mit dem feuchten Moos abgedeckt.
Ein Handtuch hatte ich bis vorgestern auch, aber besser war das Gras, was ich vorher draufgelegt hatte. Nur ist das im Zuge meines "Umwälzungsprozesses" dann immer mehr mit hineingemischt worden. Und das Moos finde ich auch praktischer.

Wir zerkleinern schon meist recht gut, ich schneide Bananenschalen & Co immer in dünne Streifen.
Wegen der Fäulnisnester: Das kommt vermutlich aus unserem Biomülleimer, den ich bei einer meiner unzähligen Rettungsaktionen der Würmer zu Hilfe genommen habe. Ich musste die Fluchtwürmer zeitweise in einen neuen Eimer setzen, mit Biomüll und Urgesteinsmehl, bis ich die Kiste umgegraben hatte. Hab neue Papiere unten reingelegt und befeuchtet usw. Der Biomüll wurde aber wirklich gut gefuttert, da habe ich innerhalb weniger Tage gesehen, wie der Berg immer kleiner wurde, die Oberfläche immer glatter wurde. Das hat mich beeindruckt.

Ich muss dazu sagen: Es flüchten zum Glück ja nicht Hunderte Würmer. Es sind immer nur ein paar, aber bisher eben kontinuierlich. Die Allermeisten tummeln sich ja mittig oder gar unten.
Nur habe ich bisher noch keine Kokons gesehen und eben wenig Springschwänze und so weiter.

Ich werde heute weiter beobachten - fahre aber am Nachmittag weg und komme erst am Sonntag heim. Bis dahin wird es spannend. Zum Glück ist meine Familie zuhause....

Ich berichte euch später nochmal!

PS: Wurmbär, deine Geschichten würden mich schon interessieren! :mrgreen:

EDIT: Nochmal zu deinen Fragen, Wurmbär:
Also die Kiste steht an allen Seiten frei und kriegt somit genügend Sauerstoff.
Wegen des vorhandenen Substrates: Dank guter Futterverwertung, die ich nicht abstreiten kann sowie den beiden Grundsubstraten durch die 1000er-Bestellung und Nutzmüll gibt es auf jeden Fall genug "Rückzugserde". Jedenfalls empfinde ich das so... ;)
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 27. Oktober 2017 20:14

PS: Wurmbär, deine Geschichten würden mich schon interessieren! :mrgreen:


Zum Glück waren das nicht meine Geschichten :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 27. Oktober 2017 20:25

Aber über diese Geschichten lasse ich erst etwas rauß, wenn Deine Truhe wieder ordnungsgemäß läuft .... bzw. nicht läuft, sondern funktioniert.

Schönes wurm- und familienfreies Wochenende
wünscht
Wunschbär ääää Wurmbär

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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Tagtraumtiger » 29. Oktober 2017 20:31

Huhu,

da bin ich wieder. :)
Meine Familie berichtete mir, dass vereinzelte kleine Würmer nachts aus der Kiste gekommen seien, weil sie das Licht nicht angelassen hatten. Ansonsten war es sehr still. Und auch als ich am Freitag noch zuhause gewesen war, war es viel "friedlicher". ich glaube, Moos, neues Futter und die Erde mit Wurzeln von draußen waren genau das Richtige. Ich werde morgen diesbezüglich aber nochmal nachlegen, gerade das Moos zergeht recht schnell und ich finde das Abdecken wunderbar damit.
Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht das Gefühl habe, dass sie sich auf die Erde mit den Wurzeln stürzen. Jedenfalls tummeln sich keine oberflächlich sichtbaren Heerscharen an Würmern und ich wollte nicht unnötig stochern.
Mal gucken, was ich morgen bei Tageslicht sehe.

Bitte, bitte Geschichten - ich verspreche auch, mich nicht abschrecken zu lassen! :mrgreen:
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Franca » 29. Oktober 2017 22:28

Das klingt ja schonmal recht gut ! Stochere ruhig mal in der Erde, das stört sie eigentlich nicht, glaube ich. Gerade unter dickeren Erdklumpen ist ein bisschen Belüftung gar nicht schlecht. Ich finde es einfach so interessant zu sehen, wer da wo in der Kiste herumkriecht... ich habe jetzt dank einer freundlichen Kompost-Spende auch ein paar mehr Milben - die Würmer sind erfreut, scheint mir.
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Re: Würmer hören nicht auf zu flüchten

Ungelesener Beitragvon Chris » 30. Oktober 2017 11:43

Das Flüchten der Regenwürmer stelle ich auch fest. Es handelt sich aber um wenige vernachlässigbare Regenwürmer.
Die Regenwürmer sind bei mir in einer großen betonierten Grube mit Abdeckung. Da sind unzählig viel Regenwürmer drin.
Man muss versuchen die optimalen Bedingungen in der Kiste schaffen. Schimmelnester sind Gift für die Regenwürmer.
Ich versuche ständig neue Nahrung den Regenwürmern anzubieten. Da kommen Pilze, Weidenkätzchen, eingeweichte
alte Brötchen und Brot, Äpfel , Holunderbeeren usw. rein. Die minimale Feuchtigkeit im Futter muss vorhanden sein.
Wenn es in der Grube etwas zu feucht ist, stört es nicht weiter. Ich habe ja eine Entwässerung, wo die überschüssige
Feuchtigkeit hinlaufen kann. Sand und Urgesteinsmehl habe ich auch schon rein gemacht. Kalk kam bei mir noch nicht
zum Einsatz.
Wurmerde besitzt immer einen pH-Wert um den Neutralpunkt 7, ganz gleich ob die umgebende Erde sauer oder basisch
ist. Das heißt, Regenwürmer halten über lange Perioden gesehen den Boden im neutralen Bereich, der das Optimum für die
meisten Pflanzen, auch unsere Kulturarten, darstellt. Man nimmt an, dass die Erde durch wurmeigene Kalkdrüsen und andere
Sekretionen im Darm neutralisiert wird.
Ich würde vorschlagen, um das Flüchten der Würmer zu unterbinden eine mechanische Sperre zu schaffen. Licht kostet unnützes
Geld. Ich dachte da an selbstklebendes rundes Dichtband, was an die Innenseite der Kiste zu befestigen ist. Ich hoffe, die
Regenwürmer können den Überhang nicht überwinden.

LG Chris
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