Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

Moderatoren: Hewe, Kiko63505, Wurmbär

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 28. August 2011 17:02

Wieder einmal ein kleiner Zwischenbericht mit Bildern.
Man kann es kaum glauben was so kleine Würmer fressen und bewegen können.

Vergleicht einfach mal die Bilder vom 3 August mit dem jetzigen Bild. Ich habe allerdings in der Zwischenzeit noch einiges gefüttert. Das meiste davon ist schon weitgehend verarbeitet und es gibt viel Platz für neues Futter.
Bild

Ein Bild aus der Nähe, deutlich sieht man noch die großen und Strukturreichen Ausgangsmaterialien.
Bild

Hier ein Eisenia "foetida" auch bekannt als "Stinkewurm", er lässt es sich einfach gutgehen.
Bild
in bester Absicht, euer Kiko63505

Ihr habt Antworten auf Eure Fragen erhalten?
Bedankt Euch und gebt ein Feedback über den Erfolg!

Bild

Das solltest Du lesen!
Aussaat nach Mondkalender Der Mondkalender geht hier weiter Tomaten 2012
Benutzeravatar
Kiko63505
Globaler Moderator
 
Beiträge: 786
Registriert: 12. Juni 2011 11:26
Wohnort: Erlensee
Region/State: Hessen

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 28. August 2011 18:36

.
Deine Wurmkiste sieht jetzt nicht mehr neu aus.

Bild

Bitte Wurmkiste säubern.


Ist aber immer interessant, wie das Eingangsmaterial auf 20% oder weniger zusammenschrumpft.
Manche Würmer erinnern mich an "Gedärme" ... es würde mich nicht wundern, wenn man sie als die Gedärme des Bodens bezeichnen könnte.
Benutzeravatar
Wurmbär
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
 
Beiträge: 411
Registriert: 12. Juni 2011 11:32
Wohnort: ja, em Schwôbaländle

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 1. September 2011 06:17

Putzen? was bitte soll ich putzen, was aus Sicht der Würmer sauber und steril ist? Ich sehe nirgends Schmutz, sondern nur Reste von biologischen Abfällen. Ich sehe genau das, was wir Menschen zum Leben brauchen und irgendwann auch essen.

Wer mit dem angesprochenen "Schmutz" ein Problem hat, sollte auf eine Wurmfarm verzichten. Es macht nicht wirklich Sinn eine Wurmfarm zu putzen, denn so oder so ähnlich sieht der Lebensraum der Würmer aus. Ohne diesen "Schmutz" würden sich weder die Würmer, noch sonstige wichtigen Kleinstlebewesen wohlfühlen und vermehren.
in bester Absicht, euer Kiko63505

Ihr habt Antworten auf Eure Fragen erhalten?
Bedankt Euch und gebt ein Feedback über den Erfolg!

Bild

Das solltest Du lesen!
Aussaat nach Mondkalender Der Mondkalender geht hier weiter Tomaten 2012
Benutzeravatar
Kiko63505
Globaler Moderator
 
Beiträge: 786
Registriert: 12. Juni 2011 11:26
Wohnort: Erlensee
Region/State: Hessen

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 1. September 2011 09:33

Rein aus Neugier:

Sind die Würmer jetzt dick und fett und haben sie überwiegend ein ebensolches Clitellum?

Meine Würmlis haben an Größe und Umfang zugelegt ... aber ich kann bei keinem ein Clitellum entdecken. Das ist absolut unlogisch, weil auch sehr viele kleine Würmer in der Kiste enthalten sind.
Letztes Jahr um diese Zeit ... Hm, ich muß mir mal alte Filmaufnahmen anschauen. Vielleicht ist das Clitellum jahreszeitenbezogen. Frühjahr/Herbst ... Öhm ... kann aber auch nicht sein, weil ich nahezu ganzjährig Winzlinge finden kann.
Benutzeravatar
Wurmbär
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
 
Beiträge: 411
Registriert: 12. Juni 2011 11:32
Wohnort: ja, em Schwôbaländle

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Flomax » 1. September 2011 19:17

Hallo Kiko, Wurmbär und Hajo

wir kennen uns ja bereits aus einem anderen Forum, deswegen spare ich mir an dieser Stelle mal die Vorstellung meiner Person.

Ich muß noch einmal auf den Anfang dieses Threads zurück kommen. Auf die dort rechnerisch ermittelte, theoretische Futtermenge die eine Wurmfarm
mit 1000 Würmern am Tag verarbeitet. 550 g? Etwas mehr als ein halbes Kilo? Das halte ich für stark übertrieben!

Erfahrungsgemäß würde ich für eine solche Futtermenge mindestens 4-5 Tage bis zur vollständigen Verarbeitung veranschlagen.

Ist die Hälfte seines Körpergewichts die ein Wurm am Tag umsetzt vielleicht nur die Gesamtmenge an Material die am Tag durch ihn hindurchwandert?
Also nicht nur reines Futter, sondern auch schon bereits umgesetztes Substrat, oder kleine Sand- und Erdpartikel etc pp? in dem Fall würde ich die 550 g/d mitgehen.

Gruß
Flomax
Flomax
Greenhorn
Greenhorn
 
Beiträge: 2
Registriert: 31. August 2011 18:23

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 1. September 2011 20:40

Antwort ist in Arbeit
in bester Absicht, euer Kiko63505

Ihr habt Antworten auf Eure Fragen erhalten?
Bedankt Euch und gebt ein Feedback über den Erfolg!

Bild

Das solltest Du lesen!
Aussaat nach Mondkalender Der Mondkalender geht hier weiter Tomaten 2012
Benutzeravatar
Kiko63505
Globaler Moderator
 
Beiträge: 786
Registriert: 12. Juni 2011 11:26
Wohnort: Erlensee
Region/State: Hessen

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Wurmbär » 1. September 2011 21:20

@ Flomax

tät mal sagen 250g. Meine ehemalige Außenwurmfarm hat das locker geschaft ... die war allerdings auch mit Kellerasseln und Springschwänzen gut belegt.

aber auch, wenn Du Dir die Vorstellung sparst: herzlich willkommen :lol: ( :mrgreen: )

Grüßle
Wurmbär
Benutzeravatar
Wurmbär
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
 
Beiträge: 411
Registriert: 12. Juni 2011 11:32
Wohnort: ja, em Schwôbaländle

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon hajo » 2. September 2011 00:14

Hallo Flomax!
Ich fass' es nicht!
Ewige Zeiten nichts von Dir gehört und gesehen, und nun tauchst Du plötzlich hier auf!
Also auch von mir ein herzliches Willkommen!!!
Ich hab mich die letzte Zeit hier auch ein wenig rar gemacht, aber hier muß ich doch mal antworten.
Zum Thema möchte ich auch was beitragen:
In meiner Mehrebenenholzwurmfarm ist die erste! Ebene vor ca 3 Wochen geleert worden. Ergebnis:
ca 1 kleiner Eimer Wurmhumus, als Schlussmenge. Was vorher an meinem "Wurmschlamm" entnommen wurde,
kann ich nicht sagen, hab's nicht notiert. Vor ca. 5 Wochen ist unter "Ebene 1" die "Ebene 2" eingefügt worden.
Hatte mit Ebene 1 ein kleines Problemchen in Hinsicht pH-Wert. Der lag beim Wurmtee und beim "Wurmschlamm"
sehr weit im basischen Bereich (lt. Urinteststreifen): weit über 8. Hab das auf die sehr großzügige Anwendung meines Mineralmix
zurückgeführt. Deshalb "Ebene 2", die ich erst mal voll Futter gemacht habe, unter "Ebene 1" gepackt habe, um von oben
nach unten Würmer und das andere Getier zu bekommen. Klappte bestens. Da ich z. Zt. fast jeden Tag eine halben Eimer Futter
in die Farm reinschütte und die Ebene wird nicht voll..., (dafür aber sauschwer), möchte ich sagen, der Umsatz ist bei
optimalen Bedingungen doch recht hoch. Das Gewicht des Futters liegt schätzungsweise bei mir zwischen 300 und 1000g
pro Tag. Was ich nicht so recht begreifen kann, ist die Tatsache, dass in Ebene 2 weder Springschwänze noch Milben zu
finden sind. (Vielleicht mal ein, zwei, aber keine Mengen). Hab mal aus dem Komposthaufen nachgeimpft - davon ist nichts mehr
zu finden. Warum die sich rar machen, ist mir rätselhaft. Den pH-Wert hab ich jetzt durch Fütterung allen Kaffesatzes aus dem Haushalt
und das ist nicht wenig, wieder in Gegenden um 7, 7,5 bringen können. Wurmtee fällt doch eine ganze Menge an.
Ca. 100 bis 200 ml je Tag, je nach Temperatur draussen. Wasser von oben hat die Farm nur ein paar mal am Anfang gesehen,
ich muss, um Feuchtigkeit zu binden, doch einiges an Pappe zufüttern.Es kommt aber auch eine ganze Menge von wasserhaltigem Futter da rein.
So, das reicht erst mal, der Anfang ist wieder gemacht, will mich wieder öfter melden.

Gruß an Euch alle, auf eine hohe Umsatzrate unserer "Arbeiter" !

Hajo
hajo
Wurm
Wurm
 
Beiträge: 71
Registriert: 14. Juni 2011 20:56
Wohnort: Leegebruch

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Kiko63505 » 2. September 2011 19:10

Hallo Flomax,


für den Anfang wäre doch eine Frage wie ... wieviel ist 1+1 ausreichend gewesen :lol:

Die angedeuteten Zahlen sind übernommen und kein Ergebnis aus eigenen Tests. Diese stellen sicherlich einen allgemeinen Mittelwert da und können von Fall zu Fall abweichen. Zu viele Unbekannte Faktoren können hier eine Rolle spielen und das Ergebnis beeinflussen.
Ich habe dieses Rechenbeispiel in erster Linie für Jungwurmfarmer wiedergegeben, einfach das diese sich die Futtermenge mal vorstellen können. Die Frage nach zu viel oder zu wenig Futter taucht halt immer wieder auf.
Die hier angegeben Futtermengen allerdings kann ich durchaus bestätigen, zumindest habe ich während des Versuchs Futter in der angegebenen Menge verfüttert und es wurde verbraucht. Je nach Farm und anderen Umständen allerdings kann man bei solchen Mengen auch Probleme bekommen.

Einige Gedanken meinerseits:
Es wird immer von Wurmfutter geredet, dem ist aber nicht so. Wir geben 500gr/Tag frisches Grünzeugs in die Farm. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch kein Futter für die Farmbewohner. Dieses Futter hat in der Regel sehr viel Wasseranteile, die zwischen 80 und 95% liegen können. Salat zB. hat zwischen 90 und 95gr Wasser je 100gr Salat. Dieses Wasser wird sich alsbald aus der Pflanze auslösen und in der Farm versickern, demzufolge bleiben also nur 40 bis 50 gr der ursprünglichen Futtermenge übrig. Diese Futtermenge ist wahrlich nicht viel. Sicherlich gehöhrt zum Futter auch der mineralische Anteil, der aber sicherlich gering ist. Als GesamtFutter dürfte somit die tägliche Aufnahme aller Futtermaterialien bedeuten.

Würmer sind bekannt als schlechte Futterverwerter, was sicherlich einen natürlichen Grund hat. Die Natur macht in der Regel keine Fehler, alles ist irgendwie passgenau zugeschnitten. Wenn nun ein Wurm das Futter schlecht verwertet, so sehe ich hier nur einen Grund, die Überbleibsel des Wurmes sind in dieser Zusammensetzung wichtig für Pflanzen. Wenn dem so sein sollte, so dürfte es in der Natur keinen 100%igen Wurmhumus geben. 100%igen Wurmhumus aus einer Farm zu entnehmen dürfte somit auch nicht möglich sein, es sei denn, man lässt die Würmer bei einem Minimum an Futter längere Zeit in der Farm. Zumindest solange bis die Würmer alles mindestens 2 mal gefressen haben.
Ende meiner Gedankengänge...


Die Futtergaben von Flomax enthalten sicherlich weniger Wasser und stellen somit mehr Futter für die Würmer da. In diesem Futter befindet sich sicherlich viel Stroh, was viel Kohlenstoff bedeutet. Strohanteile brauchen auch sehr lange bis diese zu Wurmfutter werden.
Alles in allem könnte Flomax mit seinem Einspruch auf der richtigen Schiene sein
in bester Absicht, euer Kiko63505

Ihr habt Antworten auf Eure Fragen erhalten?
Bedankt Euch und gebt ein Feedback über den Erfolg!

Bild

Das solltest Du lesen!
Aussaat nach Mondkalender Der Mondkalender geht hier weiter Tomaten 2012
Benutzeravatar
Kiko63505
Globaler Moderator
 
Beiträge: 786
Registriert: 12. Juni 2011 11:26
Wohnort: Erlensee
Region/State: Hessen

Re: Wurmfutter, was, wann und wieviel?

Ungelesener Beitragvon Hati2 » 10. Dezember 2012 11:12

Hallo Leute
Bedenkt auch, dass die Temperatur eine große Rolle spielt.
Im Sommer ist die Nahrungsaufnahme sehr groß im Winter fast 0
Bei Kellerhälterung gibt es da such Unterschiede, da ja nicht jeder Keller gleich ist.
Hati2
Kokon
Kokon
 
Beiträge: 5
Registriert: 23. November 2012 18:43
Region/State: wuerttemberg

VorherigeNächste

Zurück zu Wurmfarmen und ihre Bewohner



cron